Fürsorge – Selbstfürsorge


Einfach so – so einfach
Fürsorge und Selbstfürsorge
im menschelnden Miteinander.

Charles Courtney Curran, 1861-1942, US-amerikanischer Maler, Impressionismus , Fürsorge – Selbstfürsorge

Hintergrund
Fürsorge bezeichnet das Sich-Kümmern, das Unterstützen
oder auch beistehen, auch das „Pflegen“ eines anderen Menschen,
was oft in einer amtlich gestalteten Form stattfindet. 

Ein Mensch der Fürsorge durch „fürsorgliche Liebe“ erhält,
 indem er gesehen, gehört, verständnisvoll behandelt wird und
dessen Bedürfnisse wahrgenommen werden, wird aufblühen, er lebt wieder auf.

Gibt es eine Grenze bei der fürsorglichen Fürsorge, der umsorgenden Hilfe eines anderen?
Ja, wenn die „Nächstenliebe“ des Leisters,
dessen mitfühlende Unterstützung in Richtung Opfermentalität geht. 
Sich kümmern, helfen, Unterstützung zu gewähren, alles gut und schön,
und dabei auf seine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen zu achten, ist schon schwieriger.

Selbstfürsorge setzt eine gesunde Portion Selbstliebe voraus,
denn nur dann werde ich in der Lage sein,
fürsorglich gesund für mich und einen anderen Menschen sorgen zu können.
Selbstliebe – Eigenliebe, heißt sich bewusst wertzuschätzen,
so wie man ist, mit all seinen Fähigkeiten, Stärken und auch Schwächen.
Damit wir uns um unseren Körper, unsere Seele, gesund lebend, selbst kümmern können. 
Info:
Der Gegenspieler von Selbstliebe ist egoistische Rücksichtslosigkeit, ein Mangel an Mitgefühl.

Schaut selbst absichtslos, ohne Wertung auf euren Tagesablauf.
Das fängt schon beim Trinken und Essen an
und endet tagesabschließend mit dem Schlafengehen.
Ernähre ich mich gesund und trinke ich genügend?
Lechzt mein Körper nach einer, für mich passenden, körperlichen Bewegung?
Wie fühle ich mich:
Kann ich gut schlafen?
Wie geht es meinem Immunsystem?
Erlaube ich mir genügend Erholungspausen?
Bin ich ärgerlich und fahrig, abgekämpft, überanstrengt und antriebslos?

Denn wir teilen bei der Fürsorge, der praktischen Hilfe im Miteinander
 und bei der Selbstfürsorge, die wir uns zuteilwerden lassen,
einigend,
den „Ausdruck von Liebe und des nachsichtigen Mitgefühls“.

Charles Courtney Curran, 1861-1942, US-amerikanischer Maler, Impressionismus , Selbst und Für…

Alltagsleben
Wir sind in unserem aktiven Leben mit so vielen Dingen beschäftigt,
dass die Selbstfürsorge, da schon mal, unbeachtet bleiben kann.
Oder, wir wissen gar nicht, was Selbstfürsorge alles für uns beinhaltet.
Nämlich das, was uns selbst fürsorglich dient und hilft, um unser
psychisches und physisches Wohlbefinden in der Balance zu halten,
um Überlastung und Anspannung auszugleichen.

  • Wir kommen nicht darum herum unsere eigenen Grenzen anzuerkennen und zu akzeptieren.
    Kultivieren wir unsere innere Kraft, gut und aufrichtig mit uns selbst umzugehen.
    Achten wir auf unsere Bedürfnisse und vor allem lernen wir diese wahrzunehmen.

Fragen wir uns bei dem, was wir leisten immer:
Nährt es mich oder schwächt es mich?
Hier lassen sich viel leichter auch alternative Lösungen zu einem Problem finden,
weil wir wahrhaftig zu uns selbst stehen und uns gesund im Blick haben.
Dazu fällt es einem auch leichter um Unterstützung von außen zu bitten.

Akzeptanz und Verantwortlichkeit
Wichtig ist es, uns so zu akzeptieren wie wir sind.
Denn wer schon körperliche Beschwerden hat,
muss für sich selbst eine Kompetenz entwickeln, um handeln zu können.
Selbstverantwortung zu übernehmen ist hier der Schlüssel zu mehr
Selbsterkenntnis, Selbstakzeptanz und kompetenter Selbstbeteiligung.

Fazit:
Wer seine eigenen Bedürfnisse hinten an stellt,
ist aufgerufen der fehlenden Selbstfürsorge auf den Grund zu gehen.
In eigener Sache:
Ich selbst komme aus der Kiste von verleugneten Bedürfnissen
und der fehlenden Selbstfürsorge, gekrabbelt.
Ich habe eine sehr lange Zeit gebraucht, um überhaupt zu checken,
wie, wann, wo und warum ich mich selbst lieblos und achtlos behandle.
Ehrgeiziger Arbeitseifer kann Minderwertigkeitsgefühle wunderbar kaschieren.
Und wenn die Gesundheit leidet, heißt das noch lange nicht,
das wir dann tatsächlich auch aufwachen…
Leistungsorientiertes Denken ist ein anerkanntes Mittel,
hin zu noch mehr Leistungsfähigkeit in unserer Gesellschaft,
welches Lob, Wertschätzung und Anerkennung von außen in unser Leben fließen lässt.
Bloß nicht egoistisch oder gar arbeitsscheu oder faul wirken.
Es stellte keinen Wert für mich dar, mich um mich selbst fürsorglich zu kümmern.
Wie das ging wusste ich damals auch nicht und
meine Bedürfnisse kannte ich nicht oder verleugnete sie.
Meine Empfehlung lautet: Hinter jedem lieblosen Handeln uns selbst gegenüber,
steht ein innerlicher Glaubenssatz und so lange wir diesen nicht kennen und in Frage stellen,
wird er uns im Hamsterrad der bedürftigen Selbstverleugnung Runde für Runde drehen lassen.
Sich selber wertzuschätzen ist kein Hexenwerk und sich selbst Anerkennung zu schenken,
ist etwas, was jeder über die Selbstliebe lernen kann.
Ein Gesichtspunkt der Selbstliebe ist es, sich seiner selbst bewusst zu werden,
seine Bedürfnisse anzuerkennen, damit wir uns um uns selber kümmern können.
Dann klappt es auch mit der Selbstfürsorge, denn alles hängt zusammen.

  • Eigene Grenzen zu respektieren,
  • Bedürfnisse anzuerkennen,
  • mich wertzuschätzen, indem ich es mir wert bin, mich gut und liebevoll zu behandeln,
  • mich immer wieder zu hinterfragen, in dem was mich nährt und was mich schwächt,
  • ich bin der/die Meister/in meiner Gedanken und stoppe ungesundes Grübeln.

Praktizierte gesunde Fürsorge und Selbstfürsorge im menschelnden Miteinander,
das fühlt sich dann jeden Tag auf ein Neues aber so was von einem erfolgreichen,
befriedigenden, wertvollen und zufriedenem GUUUUT in unser aller Leben an.

Liebe – eine Beschreibung dieses formenreichen Wortes in seiner Vielgestaltigkeit
und eine Liste von Bedürfnissen in zwei PDF-Dateien:

LIEBE

Bedürfnisse – Selbstfürsorge