Selbstliebe und sei gut zu dir…


30. Wochentipp
Einfach so – (durchaus nicht) so einfach
Selbstliebe
im Abspann Charlie Chaplin
„Als ich mich selbst zu lieben begann“

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Selbstliebe, mein Herz, ist nicht so abstoßend wie Vernachlässigung.
William Shakespeare (1564 – 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Ich kenne nur noch zwei Personen die an ihre Lieben leidenschaftlich gerne drollige Postkarten verschicken. Da wären meine Schwester Tina und meine Freundin Martina aus Franken, die mir gerade diese Woche diese obige köstliche Karte gesendet hat, auf der Rückseite stand dann zu lesen:  „habe diese Karte gesehen und gleich an dich gedacht – ist wie unsere Übungen machen (sie macht wie ich gerne ihre Übungen in der freien Natur) – die Sonne grüßen und…“
Wow, dachte ich so bei mir, als ich die Karte las – Punktum – ein interessantes Wochentipp-Thema mit dem – „Gut zu mir sein“.
Herzerwärmenden Postkarten-Grüße sind einfach nur soooo schöööön….

Zeitlebens habe ich mich mit dem „wer bin ich“  beschäftigt, denn das Wissen um das „wer ich bin“ ist die Voraussetzung dafür, mich erlaubend wertschätzend und auch mitfühlend selbst zu lieben und daher gut zu mir zu sein, weil ich weiß, was ich brauche.
Erst mein wahres achtsames „Ich“ im „Sein“ lässt mich somit bewusst fühlen und wissen, was ich brauche und was mir gut tut. 

Also wo beginnen? Wir Menschen sind ja alle so unterschiedlich vom Typus und Charakter her und schon ab hier wird es vielfältig, denn wie fühlt sich Selbstliebe überhaupt an, und  was bedeutet es inhaltlich dann für jeden Einzelnen von uns überhaupt „gut zu sich zu sein“?
Die Zentralfrage hierzu ist immer noch:
Wer bin ich?
Ich persönlich lerne heute immer noch neue Persönlichkeitsanteile von mir kennen, soviel dazu.

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Upps, wohl doch nicht so einfach dieses Thema, es ist wie es ist, so vielschichtig wie das ganze Menschsein. Aber wir wollen es uns ja nicht so kompliziert machen, vor allem ich, denn ich will „ja nur“ wissen: „Wer bin ich und was tut mir gut“?
Tja, wie es uns bereits fieselig, nebelig schwanen dürfte ohne Arbeit und Machen an und mit uns selbst werden wir dem nicht auf die Spur kommen und daher schauen wir uns erst einmal an aus welchen Puzzleteilen sich so unsere eigene Persönlichkeit zusammensetzen könnte, denn wer bin ich überhaupt? Persönlichkeitsarbeit heißt üben, üben und nochmals üben, es ist wahrlich als Geduldspiel zu betrachten.

Ok, fangen wir beim „Urschleim“ der Typenlehre (Persönlichkeitstypologie) an.
INFO:
Zu beachten wäre, dass die Persönlichkeit eines Menschen viel mehrschichtiger ist, als die Einteilungen aller Persönlichkeitsmodelle vorgibt, denn kunterbunt komplex, aus vielen Persönlichkeitsanteilen bestehend sind wir Menschen und daher können alle diese Persönlichkeitsmodelle nur eine grobe Zusammenfassung von einigen Anteilen beschreiben. Sie sind eben nur als ein begrenztes Abbild der allumfassenden Persönlichkeit eines Menschen zu betrachten. Sie sind und bleiben nur „EIN“ Hilfsmittel zur Selbstfindung. Sie unterliegen wesentlich unseren persönlichen Beeinflussungen wie die Prägung aus der Kindheit, der Erziehung, dem sozialem Umfeld, Schicksalsschlägen etc.

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Ich habe hier ein paar Persönlichkeitsmodelle für euch zusammengestellt.
Des Fleißes Preis heißt: Machen und Üben
Der Lohn: „Ich im Sein“.

  • Da hätten wir die vier Menschentypen aus der Psychologie:

Den Sanguiniker: fröhlich, leichtsinnig, oberflächlich
Den Melancholiker: Weltschmerz, pathetisch, tiefgründig
Den Choleriker: begeisterungsfähig, gründlich
Der Phlegmatiker: strengt sich nicht sehr an, bequem und faul

Sanguiniker und Choleriker sind energievoller,
Melancholiker und Phlegmatiker weniger energievoll.

  • Weiter geht es mit den neun Typen des Enneagramms (ennea ist das griechische Wort für „neun“ und gramma bedeutet „Modell“) mit ihren neun verschiedenen Persönlichkeitsmustern.
    Interessant hierzu zu studieren, ist das Buch von Richard Rohr / Andreas Ebert, Das Enneagramm. Die 9 Gesichter der Seele.
    Für mich war es, von meinem Schwager empfohlen, vor über zwanzig Jahren eine wertvolle Hilfe bei der bewussten Entwicklung meines persönlichen Wachstums. Das Buch hat mittlerweile die 47. Auflage erreicht, respektierlich wie ich meine…
    Die Methode als Konzept wurde 1916 von Georg Iwanowitsch Gurdjieff (kaukasischer Magier) seinen Schülern vorgestellt. Weiter entwickelt 1960 als Persönlichkeitstypologie von den Gurdjieff-Schülern Rodney Collin und Oscar Ichazo.

Typ 1: Perfektionist, Pionier, Kritiker
Typ 2: Helfer, Geber, Fürsorger
Typ 3: Macher, Leistungs- und Erfolgsmensch, Schauspieler
Typ 4: Individualist, Romantiker, Melancholiker, Künstler
Typ 5: Denker, Wissenschaftler, Beobachter, Sammler
Typ 6: Skeptiker, Loyalist (loyal die Treu hält), Verteidiger
Typ 7: Idealist, Optimist, Epikureer (jmd. der den Lebensgenuss für das wichtigste hält)
Typ 8: Kämpfer, Führer, Boss, Beschützer
Typ 9: Vermittler, Friedensstifter, Bewahrer

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  • Da hätte ich noch etwas, denn hier kommt anregend und für Einsteiger zum Thema Persönlichkeits-Psychologie durchdacht und gut verständlich beschrieben:
    Lars Lorber, er gründete 2002 die deutschsprachige Webseite http://www.typentest.de/index.htm
    zum Thema Persönlichkeitstypen.

    Sein Buch lädt dazu ein unsere Stärken und Schwächen bewusster kennen zu lernen.
    Die beschriebenen Typen-Eigenschaften und Typ-Beschreibung lassen uns annähernd (hoffentlich auch bewusster) erkennen, wie wir als Einzelner – so wir zurzeit ticken – unser Leben gestalten.
    Zu den psychologischen Typen des Schweizer Psychiaters C. G. Jung (1875-1961) wurden genug Studien durchgeführt und an denen hat sich Lars Lorber orientiert. Lars Lorber hat sie nur mit anderen Begrifflichkeiten bedacht, in 32 Typen eingeteilt und mit voran stehenden Abkürzungen von abgeleiteten wissenschaftlichen Fachbegriffen versehen.

Zum Beispiel:

  • Extrovertiert hohe Extraversion
  • Theoretisch hohe Offenheit
  • Kooperativ hohe Verträglichkeit
  • Spontan niedrige Gewissenhaftigkeit
  • Emotional resistent niedriger Neurotizismus
  • ITKG Psychologe steht z.B. für Introvertiert – Theoretisch – Kooperativ – Geplant
  • EPHS Macher steht für Extrovertiert – Praktisch – Hart – Spontan

– ETKS Komiker – ETKG Lehrer – ITKS Träumer – ITKG Psychologe – ETHS Erfinder – ETHG Kommandeur – ITHS Denker – ITHG Wissenschaftler – EPHS Macher
– EPKS Entertainer
– IPHS Handwerker – IPKS Genießer – EPHG Direktor – EPKG Gastgeber – IPHG Inspektor – IPKG Fürsorger

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C. G. Jungs acht Psychologischen Typen

  • extravertiertes Denken
    Personen mit hohem Rechtsbewusstsein, kompromisslos und konservative Tendenzen
  • extravertiertes Fühlen
    eher traditionelle Wertmaßstäbe, am anfälligsten für Hysterie
  • extravertiertes Empfinden
    Realist und Genießer, skrupellose Moral, neigt bei Neurosen dazu, Zwangsphobien zu entwickeln
  • extravertierte Intuition
    Ein Entdecker, der sich auch aufopfert und wenig Rücksicht auf die Umwelt nimmt, bringt Dinge, die er angefangen hat, oft jedoch nicht zu Ende
  • introvertiertes Denken
    entwickelt eigene subjektive Ideen, die Umwelt ist für ihn überflüssig, was ihn kalt erscheinen lässt, Gefahr der Isolation
  • introvertiertes Fühlen
    schwer zugänglich, versteckt sich hinter einer Maske, zeigt kaum äußere Emotionen
  • introvertiertes Empfinden
    ruhig und passiv mit starker Kreativität und Phantasie, leichtgläubiger Typ
  • introvertierte Intuition
    mystische Träumer, Phantasten und Künstler integrieren. Im Falle einer Neurose neigen sie zur Zwangsneurose mit hypochondrischem Erscheinungsbild.

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So – hier mache ich erst einmal Schluss mit der ganzen Persönlichkeits-Bemusterung.
Besser viel besser ist es, dass ihr euch eure Unterstützungen zur Selbstfindung sorgfältig selbst aussucht und ganz wichtig, euch auch dabei Zeit lasst und Erholungs-Pausen einlegt.

„Wer bin ich wirklich“ mit all meinen Befähigungen und Unzulänglichkeiten, diesem immer näher zu kommen heißt, es sich zu erlauben genauer zu euch selbst hinzuschauen, euch zuzuhören und dabei in euch hineinzuspüren.
Mein wahrhaftiges „Ich im Sein“ werde ich nur kennen und bewusst lieben lernen, wenn ich es mir erlaube meine kleinen inneren Teufelchen, meine liebevolle Seite, meine Ängste usw. anzuerkennen, denn wie ich agiere und reagiere in meinem Lebens-Dasein mit dem „wer ist der andere“, ist davon abhängig, wie ehrlich und bewusst ich mit mir selbst umgehe.
Spielt doch einfach einmal mit euren, sich euch zu erkennen gebenden, eigenen kleinen Pokémons. Das ist viel spannender und auf Dauer unterhaltsamer, als auf imaginäre zeitfressende Taschenmonster zu zielen…

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Selbstliebe und Mitgefühl ist ein wohliger Lohn, der mich auf der Suche nach meinem „wer bin ich“ erwartet.
Lest dazu unten Charlie Chaplins Gedicht, mehr muss ich dazu nicht schreiben, es wäre überflüssig, denn dort ward alles geschrieben und gesagt.

Da ich schon sehr früh bedingungslos wissen wollte „wer ich bin“ und mich vor allem spüren und fühlen wollte, habe ich mich seit Jahrzehnten mal freudig, mal lustlos auf den Weg der Selbstfindung und Selbstliebe begeben und ich versichere euch, es ist wahrlich eine spannende Reise hin zum achtsamen wahrhaftigen „Ich“.

Kurzformel:
Erlauben – sich spürend und fühlend kennen und lieben lernen – meine Bedürfnisse anzuerkennen –
es mir zu erlauben immer mehr hin zu meinem wahrhaftigen Ich zu gelangen – hinhören, fühlen, spüren um zu wissen, was ich brauche – gut für mich zu sorgen – denn nur ich kann wissen, was ich brauche, um gut zu mir zu sein. Körper, Geist und Seele sind dann im Einklang.

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Es ist wie es ist, eine  Wanderung mit vielen Verschnaufpausen mittendrin und eine Expedition die uns offensichtlich bis zum letzten Atemzug begleitet und bei der wir oft an den gleichen „Wegmarkern“ vorbei kommen.
Verantwortung im Beruf und für andere in jeder Hinsicht zu übernehmen, das gelang mir aus dem Effeff, aber Verantwortung für mich selbst zu übernehmen und dabei gut für mich zu sorgen, das konnte ich damals keineswegs.
Aber um gut für mich sorgen zu können, war es nun einmal wichtig zu wissen „wer ich bin“ und es mir auch zu erlauben so zu sein, wie ich gerade zurzeit auf diesem Weg  bin. Genau das ist und war der schwierigste Teil der Arbeit an mir.

Ja, es wird immer wieder Menschen auf diesem Weg geben, die einem gerne einflüstern wie verkehrt, falsch man ist, das dies oder jenes noch am Verhalten zu verändern nötig wäre, auf dass man uns ja wieder lieben könnte.
Vielleicht war das lange von mir bediente Grinsekatzen-Verhalten für meine Umwelt bekömmlicher – nur mich machte diese von mir im Außen praktizierte heuchlerische Haltung nur innerlich hilflos wütend.

Innere Überzeugungen, Standpunkte im Leben zu vertreten eine klare Haltung zu welchem Thema auch immer zu zeigen, dafür muss ich in der Lage sein achtsam mit mir selbst umzugehen, um das Echo in der Außenwelt aushalten zu können. Denn hier kann mir z. B. von Anfeindungen, Verständnislosigkeit bis hin zum Liebesentzug, alles entgegen gebracht werden.
Dies ist sicherlich keine erfreuliche Option, aber Grinsekatzen-Verhalten auch nicht, es macht auf Dauer krank.
Angst davor?

Ich machte und mache weiter, denn mein Verhalten wird sich mit der Zeit dem anpassen – an dem orientierend, was ich wirklich brauche, dem was mir somit gut tut und den Begleitern, die ich brauche für mein persönliches Wachstum.
Der Zauberschlüssel auf dem Weg hin zum „wer bin ich“, heißt, „es sich zu erlauben“ auch der zu sein, der ich bin, mit all meinen sich zeigenden, veränderlichen Facetten. Sich auszuprobieren und auch Fehler machen zu dürfen – zu lernen, dieses „sich erlauben“ ist „in der Tat“ unerlässlich und daher ist das eigene Verhalten innerhalb dieses Prozesses auch veränderlich.

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Meine Lieben, „was mir gut tut“, lerne ich auf dem Weg hin zu dem „wer ich bin“, denn je mehr ich mich kennenlerne, erkenne ich die Dinge, die ich gerne ausprobieren möchte.
Im Machen werde ich meine Begeisterung oder meine Ablehnung in dem, was ich mir erlaube auszuprobieren spüren.
Einatmen – Ausatmen und die Sonne grüßen, seid heute gut zu euch, mit wem oder was auch immer, denn das fühlt sich aber sowas von einem wohligen, weichen, warmen und vor allem glückseligen, zufriedenen GUUUUT in unserem „Ich-Dasein“ an.

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Der Auftakt

 

Das erste Lebenszeichen, welches in dem jungen Menschenkinde
die aufkeimende Seele von sich gibt, ist die Offenbarung der Selbstliebe.
Ob Menschenliebe daraus wird oder Selbstsucht, das entscheidet die Erziehung.
Peter Rosegger (1843 – 1918), österreichischer Volksschriftsteller und Erzähler, Autodidakt, Quelle: Rosegger, Die Schriften des Waldschulmeisters, 1875

 

denn

 

Die Selbstliebe ist die Quelle, der Ursprung und das Prinzip aller unserer Leidenschaften;
sie allein entsteht mit dem Menschen und verlässt ihn nie, solange er lebt.
Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution

 

Kraftvolle Sammlung

 

Selbstliebe und Selbsthass sind die tiefsten von den irdischen produktiven Kräften.
Hugo von Hofmannsthal (1874 – 1929), österr. Lyriker, Dramatiker, Erzähler; gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschsprachigen Fin de Siècle und der Wiener Moderne.

 

bekanntlich

 

Die Selbstliebe macht uns ganz und gar zu dem, was wir sind.
Claude-Adrien Helvetius (1715 – 1771), französischer Philosoph, war mit Voltaire befreundet, Quelle: »De l’homme, de ses facultés intellectuelles et de son éducation«, 1772

 

Menschsein

 

Selbstliebe ist das stärkste, heiligste Band,
welches uns mit der Menschheit verbindet und zusammenhält.
Heinrich Martin (1818 – 1872), deutscher Schriftsteller, Pseudonym für Heinrich Martin Jaenicke, Quelle: Martin, H., Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, H. Jaenicke’s Verlag, Dresden 1871

 

aber

 

Die Selbstliebe mancher Menschen macht sie geneigt,
anderen Freude zu bereiten.
Die Selbstliebe anderer Menschen wieder beschränkt sich völlig darauf,
sich selbst Freude zu bereiten.
Dies macht den großen Unterschied zwischen Tugend und Laster.
Jonathan Swift (1667 – 1745), anglo-irischer Erzähler, Moralkritiker und Theologe

 

Selbstliebe–Anleitung

 

Selbstliebe kann man nicht erzwingen und es reicht nicht, wenn man sie „nur“ will.
Selbstliebe kommt von selbst – wenn man sich selbst gut behandelt, achtet und anerkennt,
auf die eigene innere Stimme hört und sich seine eigenen Bedürfnisse liebevoll erfüllt.
© Ilka Plassmeier (*1971), Heilpraktikerin für Psychotherapie und Autorin

 

Der Selbstliebe Schlusswort
von einem meiner Lieblings-Philosophen

 

Was ist denn Liebe anders als verstehen und sich darüber freuen,
dass ein andrer in andrer und entgegengesetzter Weise
als wir lebt, wirkt und empfindet?
Damit die Liebe die Gegensätze durch Freude überbrücke,
darf sie dieselben nicht aufheben, nicht leugnen.
– Sogar die Selbstliebe enthält die unvermischbare Zweiheit (oder Vielheit)
in einer Person als Voraussetzung.
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 – 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller,Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 1878-1880. Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

 

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Quelle: Eichhörnchen-Titelbild https://shop.gwbi.de/artikel/-/a/detail/9231/q/einatmen

Quelle Bilder: Thomas Cooper Gotch 1854-1931, war ein britischer Maler des Spätimpressionismus, später des Symbolismus und Präraffaelismus. Daneben ist er ein wichtiger Vertreter der Newlyn School, einer Künstlerkolonie des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Quelle Text: http://www.carl-gustav-jung.net/psychologische-typen.shtml

Ich wünsche euch, dass ihr eure Selbstliebe
genussvoll spürend in eurem Leben genießen könnt
herzlichst eure Ute Weiss-Ding

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Abschließend die Worte Charlie Chaplins an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959
„Als ich mich selbst zu lieben begann“, hier wurde alles auf den Punkt gebracht.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man „DEMUT“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: „DAS IST DAS LEBEN“