Zeit – Lebenszeit – Zeitlebens nutzen


 Das Wochentipp – Thema:

Zeit – Lebenszeit – Zeitlebens nutzen

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Ob man das Leben lachend oder weinend verbringt,
es ist dieselbe Zeitspanne.
Aus dem Zen-Buddhismus Quelle: Das Zen entstand im 6./7. Jahrhundert in China aus Meditationsbuddhismus und Taoismus

 

Kennt ihr diese Sätze?
Mein Gott, wie die Zeit vergeht! Was, ist es schon 17 Uhr?
Wo ist bloß die Zeit geblieben?
Es war doch erst Sommer und jetzt haben wir schon wieder November.
Und wie ich im Laufe meiner Lebenszeit feststellen durfte, ist das Geäußerte unabhängig vom Alter derer, die es äußern …

Die Zeit ist unbestechlich und ich liebe Gerechtigkeit, denn wenn etwas gerecht ist auf dieser Welt, dann dieses – dem Fluss der Zeit kann sich nichts und niemand entziehen … alles altert …

Tzzz, ausgerechnet ich, die nie eine Armbanduhr trägt und aufpassen muss, dass sie pünktlich zu Verabredungen kommt, denkt über die Zeit – zeitlebens zum zweitenmal nach.
Auch gebe ich gerne zu – ich liebe es zu trödeln …

Jedenfalls ist mir bei dem sinnlichen Sinnen über Zeit klar geworden, dass es äußerst gesund ist, wenn wir unsere Lebenszeit sinnvoll verbringen und vor allem Chancen nutzen.

Wie schon geschrieben, ich hatte es ja schon letzte Woche mit der Zeit und offensichtlich geht da noch was.
Hoffentlich zur unterhaltsamen Freude eurerseits.
Nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“ …
Grippe und Denken schließen zurzeit bei mir keine Freundschaft, daher habe ich es nicht so sehr mit dem Denken und bitte im vornherein um Nachsicht betreffend irgendwelcher „Unzulänglichkeiten meines Textes et cetera et cetera“.
Leider liegt mein Korrekturleser auch darnieder…

Nur unsere Lebensspanne sinnvoll nutzend zu leben und dazu Chancen auch wahr zu nehmen, setzt sicherlich ein hohes Maß an Sensibilität gegenüber der eigenen Person voraus, denn um bewusst mit zu bekommen, was ich brauche, ist es ein Muss bewusst bei mir zu sein und gewillt zu sein, mich immer besser kennen zu lernen.
Das heißt, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und aufzupassen, wer oder was einem Lebenszeit stehlen könnte.

Alter und älter zu werden, stellte sich für mich nie als ein Problem dar, denn jedes Zeitfenster hat seine eigenen Facetten und diese sind Spiegelung unserer bestehenden Lebensphase. Nach diesem Zeitraum kommt eben wieder etwas Neues.
Zeit vergeht – Zeit verrinnt mit allem, was eine gute und auch eine schlechte Zeit so mit sich bringt.
Zeitspannen eines lebendig gelebten Lebens mit all seinen schönen und traurigen Zeiten…

Ok, ich gestehe, ich könnte mir in der jetzigen Zeitspanne auch etwas Besseres vorstellen, als mich wie ein grippaler schwindliger Kloß zu fühlen…
Soweit so gut, irgendetwas habe ich noch nicht ganz rund – was lässt mich nicht los an diesem Ge-Zeiten-Thema – warum es mich so nachdenklich stimmt.

Es folgt ein Nachdenker von Stephen Hawking, dem britischen Physiker, der mir den Blick aus der wissenschaftlichen Perspektive auf das „Dasein“ ermöglichte. Immerhin vertritt Hawking die Thesen, dass die Zukunft der Menschheit nicht auf der Erde liegt, sondern im Weltall und dass seiner Meinung nach, Gott den Urknall nicht entbrannt hat, denn das Universum braucht keinen Gott als Ursprung, um zu existieren.
Alles wohl auch eine Frage der Zeit des Nachdenkens:

Wir können sehen wie eine Tasse vom Tisch fällt und in Scherben geht,
aber wir werden niemals sehen,wie sich eine Tasse zusammenfügt und auf den Tisch zurückspringt. Diese Zunahme der Unordnung oder Entropie unterscheidet die Vergangenheit von der Zukunft
und verleiht der Zeit auf diese Weise eine Richtung.

Also sei doch die Frage erlaubt, was denn nun Zeit ist.
Gäbe es eine Zukunft ohne Vergangenheit?
Eine Vergangenheit ohne Zukunft?
Eine Welt ohne Gott?
Eine Welt so, wie wir diese kennen – ohne Menschen?

Was für ein Zeit-Thema…

Falten kommen so mit der Zeit, immerhin mal etwas ohne unser Zutun… ABER, wer diesen Falten die Stirn bietet, darf sich auf seinem zukünftigen Weg mit viel Aufwand an Zeit und Kosten fortbewegen.

Die Vergangenheit ist gefüllt mit Vergänglichem und die Zukunft voll mit Unbekanntem.
Was ist mit der Gegenwart, dem Hier und jetzt?  So flüchtig ist es, das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft. Hervorgekrochen und geprägt von der Vergangenheit und die Zukunft gestaltend – die Gegenwart, eine flüchtige Gratwanderung …

Für Kinder schleicht die Zeit langsam. Im Kraft und Saft-Alter wird so getan, als gäbe es keine Zeit, die verrinnt. Und im Alter eilt die Zeit nur noch so von dannen. Dann dürfen wir von vergangenen Taten und Tagen träumen, zugleich zwingt uns die Zeit zu schmerzlichen Abschieden, doch dieselbe Zeit heilt auch Wunden. Dumm nur, dass wir mit der Zeit dem Schattenreich immer näher kommen…

Dank der neuen Kommunikationsmöglichkeiten und elektronischen, digitalen und was weiß ich, was es da noch alles an Hilfsmitteln gibt, welche uns das Leben erleichtern sollen, aber letztendlich uns ein mehr an Arbeit für den Einzelnen beschert haben, im Übrigen auch ein mehr an Einsamkeit, denn durch das mal schnelle Simsen und, und geht bei sehr vielen Menschen offensichtlich die Bereitschaft zur echten sprachlichen Kommunikation verloren.
Wann habt ihr in der letzten Zeit mit eurem Nachbar mal ein Schwätzchen gehalten? Oder einen Brief geschrieben?
Kennt ihr diese Ausrede – ich habe keine Zeit, ich habe so viel zu tun und kann deshalb dieses, jenes, welches nicht tun oder machen. Da sei die Frage wohl erlaubt: Wo waren meine Prioritäten zu welcher Zeit in meinem Leben und wofür hatte ich denn Zeit, wenn ich solche Ausreden benutze?
Zeigt diese Ausrede nicht sehr deutlich – ich habe keine Zeit für dich, alles andere ist zurzeit wichtiger …

Mittlerweile dürfen wir fast alles alleine machen, seien es die Bankgeschäfte, Finanzamt, Behördenformulare, Selbstscannerkassen, Fahrscheinautomaten etc. Wohin hat uns die Zeit dieses Fortschritts gebracht? In der Freizeit dürfen wir die Arbeit mitmachen, die früher einen Arbeitsplatz beinhaltete.
Das Wort Muße ist fast ausgestorben und gleichzeitig leiden immer mehr Menschen unter einem Burn-out.
Die einen wissen nicht, wohin vor lauter zeitraubender Arbeit und die anderen wissen vor lauter Langeweile nicht, in welcher Zeit sie sich welches TV-Programm oder PC-Spiel als nächstes reinziehen sollen. Gleichzeitig gibt es immer mehr Ratgeber für Erholung, Entspannungstechniken, Urlaube in Klöstern zum Schweigen und zu sich kommen.
Ja, um Himmelswillen, wo bleibt denn das Maßhalten, die innere Mitte zu finden, hat dies die Zeit geschluckt?
Ach ja, es ist schon so eine Sache mit der Balance, der Polarität und dazu die Spanne der Zeit …

Was denn nun, ist der Zeitfortschritt mit all seinen Errungenschaften wirklich noch gesund?
Von Umweltschutz und Nahrungsmittelbeschaffung fange ich besser erst gar nicht an.
Was für ein Thema – die Zeit – und ich wusste nicht, was dieses kleine Wort für Auswirkungen hat, wenn man anfängt sich damit nachdenkend auseinander zu setzen – hoffentlich zeitlebens…

Jahre, Monate, Tage, Stunden, Minuten, Sekunden, wir lassen diese vielleicht zu leichtsinnig in unserem kurzen Dasein auf diesem Planeten verstreichen…
Zum Ende unserer Lebens-Zeit wartet der Sensenmann auf uns und wir dürfen uns fragen, ob wir wirklich genauso gelebt haben, wie wir es brauchten und wollten, mit all unseren Wünschen und Träumen und unserer aller gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber dieser Welt in der wir zeit-begrenzt leben.

Meine Lieben, ich wünsche jedem Einzelnen von euch genau die Zeit, die er braucht, um seine Begehrlichkeiten, Wünsche und Eingebungen auch wirklich kennen zu lernen und diese dann auch ausleben zu können.
Denn genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort genau das zu tun, was ich wahrhaftig zu tun gedachte und auch das Richtige zu bekommen, das fühlt sich dann aber so was von einem lebendigen, frohsinnigen und persönlichen, erfolgreichen, vor allem befreienden GUUUUT an.

Zeit-Sammlungen

Mein Reich ist klein und unbeschreitbar weit.
Ich bin die Zeit.
Ich bin die Zeit, die schleicht und eilt,
die Wunden schlägt und Wunden heilt.
Hab‘ weder Herz noch Augenlicht.
Ich trenn‘ die Gut‘ und Bösen nicht.
Ich hasse keinen, keiner tut mir leid.
Ich bin die Zeit.
Erich Kästner

Mein Freund,
die Zeiten der Vergangenheit
sind uns ein Buch mit sieben Siegeln.
Was Ihr den ‚Geist der Zeiten‘ heißt,
das ist im Grunde unser eigner Geist,
in dem die Zeiten sich bespiegeln.
Johann Wolfgang von Goethe

„Guten Tag“, sagte der kleine Prinz.
„Guten Tag“, sagte der Händler.
Er handelte mit durststillenden Pillen.
Man schluckt jede Woche eine und spürt
überhaupt kein Bedürfnis mehr, zu trinken.
„Warum verkaufst du das?“, fragte der kleine Prinz.
„Das ist eine große Zeitersparnis.
Man spart dreiundfünfzig Minuten in der Woche.“
„Und was macht man mit diesen 53 Minuten?“
„Man macht damit, was man will.“
„Wenn ich dreiundfünfzig Minuten übrig hätte“,
sagte der kleine Prinz,
„würde ich ganz gemächlich zu einem Brunnen laufen…“
Antoine de Saint-Exupiry, Der kleine Prinz

Zeit hat man – wofür man sich Zeit nimmt.
© Heinz Körber (*1938), Aphoristiker

Ich wünsche euch in dieser Woche
eine genussvolle „traumhafte“ sinnvoll empfundene Zeit
für euch zu finden und diese bewusst zu genießen.
Das wäre doch schon mal ein Anfang, oder?
herzlichst eure Ute Weiss-Ding