Genuss mit berlinspirit http://berlinspirit.de Sun, 19 Jun 2016 10:45:30 +0000 de-DE hourly 1 http://berlinspirit.de/wp-content/uploads/2016/01/cropped-01_StempelBerlin-Spirit_600-hell-1-32x32.jpg Genuss mit berlinspirit http://berlinspirit.de 32 32 Sehnende Sehnsucht und die suchende Sucht http://berlinspirit.de/sehnende-sehnsucht-und-die-suchende-sucht/ Sun, 19 Jun 2016 10:30:09 +0000 http://berlinspirit.de/?p=3467 25. Wochentipp – Thema
Einfach so – (zeitlos) so einfach
Sucht die suchende Sucht die Sehnsucht oder umgekehrt?

25.-Wochentipp_sehnsucht 1

Kann Sehnsucht gut sein?
Wer sehnt, der sucht. Wo? Im Kopf.
Suchendes Hirn? Gut!

© Dr. Stephan Dreyer (*1957), deutscher Diplom-Agrarbiologe, Texter, Autor und Publizist,
Quelle: Im Verlag Dr. Scriptor OHG veröffentlicht, in »Schwarzer Engel Weiße Blume«

sehnen: mittelhochdeutsch: senen ‘sich härmen, liebendes oder schmerzliches Verlangen tragen’.
1.Synonymgruppe: Sehnsucht, Herzensangelegenheit,  Herzensbedürfnis,  Herzenssache,  Herzenswunsch, Wunschtraum
2.Synonymgruppe: Bedarf, Bedürfnis, Begehren,  Begierde,  Drang,  Durst (fig.) (umgangssprachlich),  Gier,  Sehnen,  Sehnsucht,  Verlangen,  Wunsch
Oberbegriffe: Affekt,  Emotion,  Empfindung,  Gefühl,  Gefühlsaufwallung,  Stimmungslage

Oh Sehnsucht, du mich heimsuchendes bittersüßes Gefühl des Herbeiwünschens, getragen  von einem innigen, schmerzlichen Verlangen, welches zugleich Betrübnis und Freude in einem beherbergt.
Ach, was für ein zauberhaftes Wochentipp-Thema, lässt es mich doch gar wohlig sehnend gerade in meine kleinen grauen Gehirnzellen herniedersinken, um erlösend nachdenkend niedergeschrieben zu werden. Lasst euch einfach gemeinsam mit mir behaglich folgend auf eine Sehnsuchts-Findungs-Reise ein.

25.-Wochentipp_sehnsucht 2

Sehnsucht einerseits positiv anregend, wohlig guttuend, auch beruhigend und gleichzeitig begleitet von einem negativ anmutenden schmerzhaften Ziehen in der Brust.
Oh, welch ein aufbauendes und gleichfalls verzehrend bittersüßes Gefühl – Süße Sehnsucht – quälende Qual.
Diese Gefühlsbewegung Sehnsucht zu thematisieren, fand schon in der Epoche der Romantik, die vom Ende des 18. Jahrhunderts bis weit in das 19. Jahrhundert hinein dauerte, bei vielen Künstlern in der Literatur, Musik, Malerei, bei Dichtern und Denkern der Philosophie reizvollen Anklang und wurde zu einem der großartigsten Gefühle in diesem Zeitabschnitt empor gehoben. Und wie ich bei meinen Recherchen nachlesen konnte, ist es immer noch eines der kribbeligsten, vergnüglichsten und deutschesten Gefühle.
Es ist schon spannend sich mit dem Begriff Sehn-Sucht auseinanderzusetzen, denn es bestehen anregende, kraftvolle sich gegenseitig bedingende Regungen zwischen Sehnsucht und Sucht.

Ich finde, dass die aus dem Mangelgefühl aufsteigende sehnsuchtsvolle Sehnsucht, das Fehlende was wir herbei sehnen und die Sucht, die ich mit dem Begriff der Abhängigkeit von einem Menschen oder einer Droge gleichsetze, viele gemeinsame sich gegenseitig beeinflussende Berührungspunkte haben. Somit werden streckenweise auch Grenzen überschritten und der Mensch kann schnell aus dem Sehnen nach Geborgenheit heraus zum Beispiel hin in eine Liebes-Sucht abgleiten.
Sehnsucht nach Geborgenheit birgt die Angst vor Verlust in sich, denn Sehnen kann Furcht beinhalten und jede Sehnsucht beinhaltet meines Erachtens auch eine Suche.

25.-Wochentipp_sehnsucht 5.

Aus der Leere der Unvollständigkeit heraus hat die Sehnsucht viele ganz persönliche Gesichter. Einerseits haben wir Sehnsucht nach einer harmonischen Partnerschaft, nach einem geliebten Menschen, die Welt zu verändern, nach einem Kind, nach einem einem Haustier, einer Landschaft, nach Ruhe oder ich sehne mich nach Vergangenem zurück z. B. einem Urlaub und – und – und.
Andererseits macht sich wissentlich die Werbung unsere Sehnsucht, nach was auch immer zu Nutze und stupst unsere Sehnsüchte endlos durch Bilder, Werbetexte, Musik, Markenzeichen und Werbespots an. So entwickeln sich aus Sehnsüchten dann trügerische, angenommene Bedürfnisse, welche uns manipulierend suggeriert wurden.
Es ist wohl alles eine Frage dessen, in welchen Zustand ich mich gerade befinde.

Ob wohlig ich spannungsgeladen mich meiner bittersüßen Sehnsucht träumerisch hingebe oder sehnsüchtig verfangen bin in der suchenden Sucht. Jedenfalls gilt es hier zu unterscheiden, denn beides verbindet ein starkes Verlangen nach einem Befinden, einer Sache, oder nach einer Person.
Bei der Sucht nimmt das gierige Verlangen die Prioritäts-Stufe Eins ein und die Energien des Verstandes werden ausgeschaltet. Es ist wie es ist, Sucht verletzt und beeinträchtigt das freie seelische Wachstum eines Menschen.
Sehnsucht ist eine gelungene Projektionsfläche für unsere Gefühle und unsere Phantasie. Sehnsucht lässt uns spüren, was uns in unserem Leben fehlt.

Wohl stehen Sehnsüchte für etwas Wunderbares, aber auch für etwas zurzeit zu weit Entferntes.
Und Sehnsucht als Gefühlsregung ist nach wie vor bei den meisten von uns aktuell in unserem Alltagsleben lebendig vorhanden.
Abwechslung ist etwas Inspirierendes, denn die unterschiedlichen uns antreibenden Motive, welche unsere Sehnsucht entfachen, können sich sehr wohl mit zunehmendem Lebensalter in unserem Leben verändern.
In der Persönlichkeitspsychologie richtet sich der Mensch mit seiner Sehnsucht mehr hin zu seinen eigenen Lebensmotiven.

25.-Wochentipp_sehnsucht3

Zur Info:

Die 16 Profile der Lebensmotive beruhen auf der Grundlagen-Forschung zur Motivation
nach Prof. Dr. Steven Reiss.
Anerkennung:
Streben nach sozialer Akzeptanz und Zugehörigkeit
Beziehungen:
Streben nach Freundschaft und Austausch
Ehre:
Streben nach Loyalität und Integrität
Eros:
Streben nach Erotik und Schönheit
Essen:
Streben nach Nahrung
Familie:
Streben nach Familienleben und eigenen Kindern
Idealismus:
Streben nach sozialer Gerechtigkeit und Fairness
Körperliche Aktivität:
Streben nach Fitness und Bewegung
Macht:
Streben nach Erfolg, Leistung, Führung und Einfluss
Neugier:
Streben nach Wissen, Wahrheit, Erkenntnis
Ordnung:
Streben nach Stabilität, Klarheit und guter Organisation
Rache:
Streben nach Konkurrenz, Kampf, Aggressivität und Vergeltung
Ruhe:
Streben nach Entspannung und emotionaler Sicherheit
Sparen:
Streben nach Besitz und Anhäufung materieller Güter
Status:
Streben nach Prestige, Reichtum, Titeln und öffentlicher Aufmerksamkeit
Unabhängigkeit:
Streben nach Freiheit und Selbstgenügsamkeit

25.-Wochentipp_sehnsucht 4.

Mein persönlicher Sehnsuchts-Motivator heißt unveränderlich Unabhängigkeit. Gleichzeitig war bei mir zum Beispiel Sparen gleichzeitig mit im Boot, denn meine Unabhängigkeit musste auch immer hinsichtlich meiner finanziellen Sicherheit und meines Bedarfs hin stimmen.
Als ich mich in der Hochblüte meines Schaffens befand, hatte ich immer so eine Sehnsucht nach Ruhe in Form von einem Leben im Grünen. Gott sei es gedankt blieb es hier bei einem sehnsüchtigen Verlangen, welches nie gestillt wurde, denn heute weiß ich mit Sicherheit, ich bin durch und durch ein Stadtmensch. Und durch meine Urlaube hin zu meinen Freunden aufs Land, habe ich mir eine wunderbare Kompromiss-Lösung für meine Sehnsucht nach Ruhe geschaffen.
Loyalität und Integrität als sehnende Sehnsuchtsfaktoren betreffend Teamarbeit und Freundschaften, folgen mir bis heute treu wie abgerichtete Hunde.
Ehre und Beziehungen. sowie Ordnung und Neugier sind Paare, diese gehören für mich persönlich einfach zusammen.
Mir zu erlauben die Zeit zur Selbst-Reflexion zu nehmen, um für mich selbst festzustellen aus welcher Motivation heraus sich meine Sehnsucht ihren Platz in meiner Brust und meinem Kopf erobert, bringt Ruhe und Zufriedenheit in das eigene Leben.
Ach, wie lustig da ist sie schon wieder die umtriebige Polarität, denn wie der folgende Denkspruch so herrlich anregend vermittelt, können unsere Bedürfnisse gemäß unserer menschlichen Natur sehr wohl dann sich erlaubend auch widersprechen.
Ich liebe dieses „sowohl als auch“, es macht mich so behaglich frei in meinem Denken und Handeln.

Ach wie köstlich erfrischend nachdenklich der folgende Sinnspruch:

Hier also der Widerspruch,
dass der Mensch das, was er will, durch sein Wollen zunichtemacht.
Aus diesem Widerspruch entsteht jene innere umtreibende Bewegung,
indem das Suchende das, was es sucht,
gleichsam in einer beständigen Flucht vor sich her treibt.
Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (1775 – 1854), deutscher Philosoph, Hauptvertreter des deutschen Idealismus

25.-Wochentipp_sehnsucht 6.

Ist Sehnsucht vielleicht doch nur eine Variante einer suchenden Sucht mit oder ohne Benennung?

Wobei sich die Sucht nur sich selbst sucht und ein selbstzerstörerisches Handeln nach sich zieht, weil das, was gesucht wird – der Mensch nicht finden kann.

Sehnsucht zu empfinden wirkt nach meiner eigenen Erfahrung nach nur in einer Zeitspanne in der ich mich in  einer beschaulichen, besinnlichen und auch untätigen sprich kontemplativen Stimmung befinde. Irgendwie ist das ersehnt Begehrenswerte anwesend und dennoch nicht ausführbar.

Der nachfolgende Satz stammt von der Psychotherapeutin Magdalena Furch, und ich finde ihn fabelhaft einleuchtend:

„Hinter jeder Sucht steckt eine irregeleitete Sehnsucht.“

 Meine Lieben, Wir sehnen uns nach dem, was uns vermeintlich fehlt. Ach, du bittersüße Sehnsucht nach dem sich heil fühlen, nach dem was uns heil macht.
Erlauben wir es uns lustvoll diese unsere ganz privaten köstlichen Sehnsüchte denkend und fühlend zu spüren, sich unsere antreibenden Lebens-Motivationen dazu bewusst zu machen, denn das kann uns auch zu neuen Ufern sprich Zielen in unserem Leben hinführen.

Tja, und das Umsetzen unserer  ehemaligen Sehnsüchte hin zum frohsinnigen, begeisterten Machen, das fühlt sich dann aber sowas von einem lebendig gelebten, fröhlich lustvollen und zufriedenem glücklichen GUUUUT in unserem Leben an.

25.-Wochentipp_sehnsucht zitate1

Sehnende Sehnsucht

 

Es sprechen Manche: sie hätten’s nicht.
Da erwidere ich: das ist mir leid.
Ersehnst du es aber auch nicht,
das ist mir noch leider.
Könnt ihr es denn nicht haben,
so habt wenigstens ein Sehnen danach!
Mag man auch das Sehnen nicht haben,
so sehne man sich doch wenigstens nach der Sehnsucht!
Meister Eckhart (1260 – 1327), deutscher Mystiker und Provinzial der Dominikaner, starb unter der Anklage der Ketzerei

 

denn

 

Die Sehnsucht nach Sehnsucht
ist die tiefste Sehnsucht.
© Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger (*1939), deutscher Chemiker, Quelle: Quadbeck-Seeger, Im Labyrinth der Gedanken: Aphorismen und Definitionen, BoD 2006

 

und

 

Sehnsucht erfüllt ein Herz,
ein Herz ohne Sehnsucht ist leer.
© Karin Obendorfer (*1945), Dichterin und Lyrikerin

 

vertraut

 

Es ist doch eigentlich der Hauptinhalt im Leben:
Sehnsucht und wieder Sehnsucht.
Franziska Gräfin zu Reventlow (1871 – 1918), eigentlich Fanny zu Reventlow, deutsche Schriftstellerin und Malerin

 

erkennbar

 

Liebe lebt wo Sehnsucht wacht.
Sehnsucht… bittersüßes Schwert der Ungewissheit.
© Damaris Wieser (*1977), deutsche Lyrikerin und Dichterin

 

schlussendlich

 

Sehnsucht, ich schulde dir Erfüllung!
© peter e. schumacher (1941 – 2013), Aphorismensammler und Publizist

Suchende Sucht

 

Ist die Suche die Sucht
oder die Sucht die Suche?
© Oliver Buss, Quelle: Buss, Aphrodisiaka, Lyrik und Aphorismen, Ausgabe 2005

 

gleich

 

Ich-Sucht oder Sucht-Ich?
© Friedrich Löchner (1915 – 2013), Pseudonym: Erich Ellinger, deutscher Pädagoge, Dichter und Autor

 

denn

 

Sucht macht Lust zur Last.
Sehnsucht wird Sucht, wenn sie unsinnig sucht.
© Manfred Hinrich (1926 – 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

 

daher ist

 

Sucht ist eine Sehnsucht,
die sich nicht mehr sehnen kann.
© Paul Mommertz (*1930), deutscher Schriftsteller, Autor von Drehbüchern, Bühnenstücken und Hörspielen, Quelle: Mommertz, Sichtwechsel. Aphorismen über Menschen und Meinungen, 2005

 

und

 

Jede Sucht verhindert die Ruhe.
© Niemand von Keiner (*1950), Pseudonym

 

abschließend

 

Am Ende unseres Lebens
werden wir bitter erkennen,
dass unsere Sucht nach großen Erlebnissen
uns alle kleinen gekostet hat…
© Elmar Kupke (*1942), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph, Quelle: Kupke, Lyricon 2, 1985

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Kunst stillt Sehnsucht

 

Die Kunst ist die Freiheit, das Glück und der Friede.
Wir besitzen nichts von ihr als nur die Sehnsucht.
Hermann Bahr (1863 – 1934), öster. Roman- und Bühnenautor und Kritiker, Quelle: Bahr, Zur Kritik der Moderne. Gesammelte Aufsätze. Verlags-Magazin J. Schabelitz, Zürich 1890

 

besser viel besser

 

Im Grunde sind wir alle Kunstprodukte der Gesellschaft.
Wir wirken durch Kunst und werden durch Kunst erst wir selbst.
Ein jeder sucht sich aber auch instinktmäßig eine Kunstform, die an ihn heranreichen kann.
© Michael Wollmann (*1990), Philosoph und Aphoristiker, Quelle: Wollmann, Garantierte Expektorationen, Engelsdorfer Verlag, 2015

 

denn

 

Die Kunst ist eine durst’ge Blüte,
Und wo sie Gott erblühen ließ,
Erwacht die Sehnsucht im Gemüte
Nach dem verlorenen Paradies.
Julius Karl Reinhold Sturm (1816 – 1896), deutscher Dichter und Liedertexter

 

und

 

Kunst ist Sehnsucht
zu höherem Menschsein…
© Elmar Kupke (*1942), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph, Quelle: Kupke, Lyricon 2, 1985

 

die Lösung

 

Wem die Natur ihr offenes Geheimnis zu enthüllen anfängt,
der empfindet eine unwiderstehliche Sehnsucht nach ihrer
würdigsten Auslegerin: die Kunst.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann, Quelle: Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, Verlag der Goethe-Gesellschaft, Weimar 1907. Aus: Kunst und Altertum. Vierten Bandes zweites Heft, 1823

25.-Wochentipp_sehnsucht zitate

Die „Kurzballade“ „Sehnsucht“ von Joseph von Eichendorff wurde 1834 veröffentlicht
und ist der Epoche der Romantik zuzuordnen.

Sehnsucht

    Es schienen so golden die Sterne,
    Am Fenster ich einsam stand
    Und hörte aus weiter Ferne
    Ein Posthorn im stillen Land.
    Das Herz mir im Leib entbrennte,
    Da hab‘ ich mir heimlich gedacht:
    Ach wer da mitreisen könnte
    In der prächtigen Sommernacht!

    Zwei junge Gesellen gingen
    Vorüber am Bergeshang,
    Ich hörte im Wandern sie singen
    Die stille Gegend entlang:
    Von schwindelnden Felsenschlüften,
    Wo die Wälder rauschen so sacht,
    Von Quellen, die von den Klüften
    Sich stürzen in die Waldesnacht.

   Sie sangen von Marmorbildern,
    Von Gärten, die über’m Gestein
    In dämmernden Lauben verwildern,
    Palästen im Mondenschein,
    Wo die Mädchen am Fenster lauschen,
    Wann der Lauten Klang erwacht,
    Und die Brunnen verschlafen rauschen
    In der prächtigen Sommernacht. –

25.-Wochentipp_sehnsucht abschluss

Ich wünsche euch,
eure kleinen bittersüßen Sehnsüchte genussvoll zu spüren,
um so den Einfall und die Magie des euch Inspirierenden zu genießen
herzlichst eure Ute Weiss-Ding

Bilder:
Dante Gabriel Rossetti (1828 – 1882), englischer Dichter und Maler

Quelle:
Seele–Sucht–Sehnsucht Wege zur Klarheit – Mathias Jung
Wenn Sehnsucht zur Sucht wird: Frei werden von alltäglichen Abhängigkeiten – Magdalena Furch

http://www.dwds.de/?view=1&qu=Sehnsucht

https://www.mpg.de/908422/W004_Kultur-Gesellschaft_066_072.pdf

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Narzissmus – Egoismus – Egozentrik – Egomanie http://berlinspirit.de/narzissmus-egoismus-egozentrik-egomanie/ Sun, 12 Jun 2016 16:38:04 +0000 http://berlinspirit.de/?p=3452  24. Wochentipp – Thema

Einfach so – (zeitlos) so einfach

Hat man bemerkt, dass im Himmel alle interessanten Menschen fehlen?
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 – 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller,
Quelle: Nietzsche, Nachgelassene Fragmente. November 1887 – März 1888

24.-Wochentipp_Narzissmusi titelbild

Merkmal des Narzissten:
Übersteigerte eitle, selbstbezogene, geltungsbedürftige Eigenliebe,
bedingungsweise dabei beziehungsunfähig und er kann sich nicht spüren, emotionslos.

Merkmal des Egoisten:
Egoistisches rücksichtsloses Handeln
und dabei wohlig, immer hübsch auf seinen Vorteil bedacht.

 Merkmal des Egozentriker:
Benötigt viel Aufmerksamkeit, betrachtet seine Person als Zentrum allen Geschehens.

Merkmal des Egomanen:
Extrem auf sich selbst fixiert, krankhaft übertriebenes Selbstbewusstsein,
bezieht alles auf sich selbst, Ich-Sucht.

In einem meiner älteren Wochentipps (http://berlinspirit.de/positiv-denken/) habe ich mich als eine altruistische Egoistin bezeichnet und über die Kunst des positiven Denkens geschrieben. Dort bin ich schon einmal kurz auf das Thema Egoismus eingegangen.
Gegenwärtig haben mich die neuen maßlosen, verbalen Attacken von einem Prachtexemplar eines urstämmigen Egomanen, nämlich die des Herrn Erdogan, auf das köstlichste dazu frisch inspiriert mehr über die Zusammenhänge der menschlichen, psychologischen, Ausdrucks- und Erscheinungsformen zu erfahren.
Für dieses Wochentipp-Thema bedankt euch also bei dem türkischen Präsidenten, diesem meisterlich menschlichen Glanzstück an egomanischer Zumutung.

24.-Wochentipp_Narzissmusi 4

So wie es eine Fülle an unterschiedlichsten duftenden, bunten Blumen in unserer Flora und Fauna gibt, so verschieden sind auch wir Menschen in unserer Vielfalt an narzisstischem, egoistischem, egozentrischem oder gar egomanischem Benehmen auf diesem Planeten.

Bewusstwerdung heißt, es sich zu erlauben, sich die Zeit zu nehmen „bewusst“ zu unseren Zeitgenossen hinzuschauen und hinzuhören.

Denn wenn wir es uns immer wieder bewusst machen, dass jeder Mensch von seinem Umfeld und seiner Umgebung geformt wurde und mit seinen Charaktereigenschaften und seinen Bedürfnis-Motiven einmalig ist, dann ist der kleine Schritt hin zu mehr Verständnis gegenüber unseren Mitmenschen relativ einfach.
Das Zauberwort heißt Verständnis aufbringen. Zusammenhänge zu erkennen hilft uns viel leichter zu verstehen, dass wir Menschen nun einmal sehr viele anders geartete psychologische, emotionale Ausdrucksweisen besitzen.

Das heißt für mich nicht, dass ich alles, was mir dort im Außen sich präsentierend begegnet für gut heiße. Nur unterstützt mich mein Verstehen (ich habe auch nicht für alles Verständnis) persönlich besser mit bestimmten Menschen klar zu kommen.
Hardcore-Narzissten und -Egoisten, sowie Egomanen sind halt schwer zu händeln. Tja, und ich bin halt auch geistig und physisch von meiner Tagesform abhängig, daher habe ich ein breites Repertoire um mit solchen verhaltensgestörten Menschen einigermaßen klar zu kommen. Die harmlose Spezies der Egozentriker liebe ich, sie sind für mich die bunten Paradiesvögel auf dieser Erde. Allerdings mit der Ausnahme derjenigen Egozentriker, welche auch noch egoistisch narzisstische Züge aufweisen, die meide ich wie die Pest, denn die sind einfach nur unerträglich nervig und stehlen mir Lebensenergie.

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Hier drängt sich sicherlich die Frage auf, ob empathisches Einfühlungsvermögen in unserer heutigen Gesellschaft überhaupt noch einen anerkannten Wert, als Fundament für den gesellschaftlichen Solidaritäts-Gemeinschafts-Sinn ausmacht oder ob der gängige Narzissmus mit seinen kunterbunten Stilblüten den Geist der Solidarität schon längst hat versumpfen lassen.
Ich vermute, dass zum Beispiel die Maßlosigkeit und Gier in der menschlichen Daseinsgeschichte schon immer eine bedeutungsvolle Rolle gespielt hat.
Noch eine Frage:
Hat unsere moderne Zeitströmung mit ihrer kapitalistisch ausgerichteten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung mit all ihren eigenartigen gesellschaftlichen Regeln die Menschen so deformiert?

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Über die narzisstischen Auswüchse in unserer Gesellschaft schreibe ich unten noch etwas ausführlicher.

  • Nur so viel sei angemerkt, die narzisstische Persönlichkeit mit ihrer eigenen krankhaften Form der Persönlichkeitsstörung von übersteigerter Eigenliebe hält sich emotionslos daraus folgernd generell für besser als alle anderen.
    Narzissten haben jeglichen realistischen und empathischen Blick für die Wirklichkeit ihrer Umwelt verloren. Sie finden sich so toll, dass sie selbst das Einzige sind, was sie wirklich interessiert.
    Den Mythos von Narziss könnt ihr im Abspann nachlesen.
  • Die Egoisten sind immer nur auf ihren Vorteil bedacht.
    Ich persönlich finde, dass eine gesunde Selbstliebe und erfrischender Eigennutz lebensnotwendig sind.
    Nur leider hat die krankhafte Eigenliebe bei vielen dieser egoistischen Artgenossen vortrefflich die eigene Wahrnehmung für das, was im Außen geschieht nachhaltig unangenehm gestört. Mit ihrem ungezogenen und rücksichtslosen Verhalten, auch ohne Rücksicht auf eventuelle Verluste, stressen und behindern sie den Rest der Menschheit.

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  • Die Egozentriker halten sich in ihrer Ich- oder Selbst-Bezogenheit für den Nabel der Welt und sortieren all ihre Lebens-Erfahrungen auf das eigene ich hin ein. Sie wollen alles und vor allem das Größte, das Bedeutungsvollste.
    Ich finde, dass Egozentrik noch eine relativ harmlose Art der zur Schaustellung des eigenen Wesens ist. Ok, hier kann es an Selbstreflexion fehlen und ein reinrassiger Egozentriker kann dann mal schnell pikiert sein, wenn er nicht als Mittelpunkt des Geschehens wahrgenommen wird. Es gibt natürlich auch solche Zeitgenossen, die sich ständig auf einem selbstsüchtigen Egotrip Namens „Ich – Ich – und nochmals Ich“ befinden. Diese mich ermüdende Selbstbezogenheit ist zwar lästig und auch anstrengend, aber dies kann ich noch am besten gelassen ertragen, wenn ich meinen „Gänseblümchen-Gemüts-Tag“ habe.
  • Der Egomane ist besessen von seiner Ich-Sucht, verfangen in seinem krankhaft übertriebenen Selbstbewusstsein und seiner Selbstbezogenheit oder Selbstzentriertheit. Par Exzellenz: Ein Egomane ist zugleich eine durch und durch egoistische Person, bei der sich eh nur alles um ihn selbst dreht, fein gewürzt mit der krankhaften Seite des Egozentrikers, der Auffassung und Verarbeitung von Erlebtem nur in Hinsicht auf ihn selbst.
    Es ist einfach nur gruselig, dass in den Führungsriegen, der Politik und der Wirtschaft so viele dieser egomanisch geprägten Zeitgenossen umhertoben.

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Jedenfalls sind wir Menschen es gewesen, die die Welten-Zeit mit unseren mehr oder weniger aufrichtigen Handlungsmotiven geprägt und mitgestaltet haben.
Augenscheinlich ist der heutige Homo Sapiens einerseits von nichtssagender Formlosigkeit, gekennzeichnet und gleichzeitig erkennbar auch von der narzisstischen Form der Beziehungsunfähigkeit. Diese fehlende Beziehungsfähigkeit betrifft sowohl seine eigene Person, als auch die hin zu seinen Mitmenschen in seinem nächsten Umfeld.

Somit sind spürbar und im Außen sichtbar vermehrt zurzeit die menschlichen Ausdrucks- und Erscheinungsformen anzutreffen, welche irgendwie gestaltlos und gleichzeitig egoistisch, narzisstisch anmuten.
Frühkindliche Schutzmechanismen mit gut einstudierter Gefühlskontrolle gipfeln dann im Erwachsenenalter bis hin zur Gefühlsverdrängung. Hier schneiden wir Menschen uns dann einfach von ungeliebten Gefühlen, Empfindungen und Regungen diese einfach unbewusst zurückdrängend ab.

Wenn wir es uns genauer anschauen werden wir feststellen, dass die offensichtlich erfolgreichste Fähigkeit des 21. Jhdt. zumindest was den beruflichen aufwärtsführenden Weg ausmacht, Emotionslosigkeit heißt. Dies wird fälschlicherweise dann gerne von der Obrigkeit mit Beherrschung verwechselt. Für mich ist es Gefühlskälte pur.

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Egal wieviel an Aktivitäten wir Menschen im Außen zur Schau stellen, sei es beruflich oder privat, nichts täuscht darüber hinweg, dass viele Menschen Leere, Melancholie und Niedergeschlagenheit empfinden.
Dieses Gefühl der Langeweile und auch die eigene Belanglosigkeit unbewusst zu spüren, wird sich ein durch und durch narzisstischer Mensch niemals erlauben fühlend zu empfinden.
Die Wahrnehmung eines reinrassigen Narzissten ist meist gepaart mit Egoismus und Egozentrik. Außerdem glaubt diese Spezies von sich erstaunliche Fähigkeiten zu besitzen. Ein Narzisst ist leider unfähig sich in die Belange seiner Mitmenschen hinein versetzen zu können und sich somit auch ernsthaft um andere kümmern zu können.

Der Verein der Mächtigen, zusammengewürfelt aus Politikern und elitären Wirtschaftsführern, gehört größtenteils in diese Gruppierung der Emotionslosen.
Ich habe mal in einem Buch oder Artikel gelesen, dass Selbstverliebtheit eine steile Karriere garantieren soll. Allerdings wäre hier zu beachten, dass Verliebtheit nicht mit echter Liebe zu verwechseln ist, denn dazu gehören lebendig gelebte Werte wie Ehrlichkeit, Loyalität und Respekt usw.

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Mir dämmert es jetzt jedenfalls, dass ein ganz starkes Ausführungsmotiv des narzisstisch- egoistisch und wohl auch egomanisch angehauchten Persönlichkeits-Typs aus einem Minderwertigkeits-Gefühl und einer daraus folgenden emotionalen Bedürftigkeit entspringen. Egozentrisch umtriebig für sich kämpfend, werden Erfolge sicherlich nicht lange auf sich warten lassen und das alles wird sich Dank des suchthaften Bedürfnisses aus sich selbst heraus immer weiter nähren.
Es ist ja auch verführerisch, solchen Menschen dann auch noch Bestätigung und Bewunderung zu zollen, denn sie weisen ja auch eine Menge auf. Zum Beispiel wäre das dann die Anhäufung von monetärem Vermögen bis hin zu Machtpositionen usw.
Immerhin resultiert von Menschenhand kreiert daraus unsere anerkannte „Volkswirtschaft“.
Unser Preis: Großkonzerne, die die Politik mitbestimmen, Maximaler Profit und Wachstum um jeden „Preis“, wir haben uns durch unsere eigene Gier und Geltungsbedürfnis zu Gratis-Handlangern für genau diese Großkonzerne gemacht, hausgemachte Naturkatastrophen usw.

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Meine Lieben, ich habe heute von meinem liebreizenden Schwesterlein zu hören bekommen, ich solle doch bitte mal wieder etwas Leichteres schreiben!
Dumm nur, dass ich als altruistische Egoistin auch noch egozentrische Züge besitze und eh nur machen bzw. schreiben kann wonach es mir gelüstet und was meinen Mitmenschen dann einen sogenannten Nachdenker-Mehrwert bringen könnte…
Ihr seht, das Leben ist total einfach, wenn Mensch es sich erlaubt – sich kennen und lieben zu lernen, denn dann klappt das auch mit unseren Mitmenschen.

Nächstenliebe erfolgt aus der gesunden Selbstliebe. Authentizität und ein solides Selbstbild, sowie ein gesunder Selbstwert und Mitgefühl lassen uns empathisch mit unserer Umwelt in Kontakt treten. Einfühlungsvermögen ist eine Fähigkeit und eine dem Menschen dienliche Magie, welche den Geist der sozialen Solidarität in Aktion zu treten erlaubt und uns wiederum dann füreinander eintreten lässt.

Es folgt der Konjunktiv, denn ich darf ja wohlig auch mal ein wenig träumen!
Tja, und das würde und könnte sich dann aber sowas von einem gemeinsamen, lebendigen, liebevollen und achtsam handelnden GUUUUT im solidarischen Miteinander anfühlen.

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Der Auftakt

 

Die Selbstsucht besteht nicht darin, dass man lebt, wie man will,
sondern dass man von anderen verlangt, sie sollen leben, wie man will.
Oscar Wilde (1854 – 1900), irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

 

Narzisstischer Narzissmus

 

Ein wenig Narzissmus versüßt das Leben.
Zu viel davon treibt autistische Blüten.
© Manfred Poisel (*1944), deutscher Werbetexter, »Sprach-Juan« und »Verbanova«, Quelle: »Küßchen vom Mann im Mond – der Mensch & die Liebe«, Frieling & Partner GmbH, Berlin

 

schon geschehen

 

Bei einem Selfie richtet man den Fokus nur auf sich selbst
und schafft es dennoch, den Narzissmus einer ganzen Generation im Bild festzuhalten.
© Dirk Brotberg (*1968), Altenpfleger

 

Bestandsaufnahme

 

Würden Kinder die Welt regieren,
hätten wir irrsinnige Regierungsbeschlüsse,
ein äußerst fragwürdiges wirtschaftliches Operieren
und eine Welt voll von Ineffizienz,
kompromissloser Streitereien und Schulzeit-Kürzung;
so haben wir bloß Massenmord, systematische Ausbeutung,
ein versklavendes Zinsgeldsystem, Medienpropaganda,
narzisstische Psychopathen-Führer und eines: grenzenlose Dummheit.
© Philipp Helmer (*1995), Autor

 

Egoistischer Egoismus

 

Über sich denken, macht demütig, an sich denken egoistisch.
Unbekannt             

 

vermutlich

 

Egoismus ist die gesündere Form des Altruismus.
© Kerstin Sauer (*1954)

 

oder

 

Der Altruist sucht das Wohl der anderen,
weil sein eigenes zu egoistisch ist…
© Elmar Kupke (*1942), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph, Quelle: Kupke, Der Stadtphilosoph 2, 1992

 

dat isset

 

Selbstlosigkeit ist ausgereifter Egoismus.
Oscar Wilde (1854 – 1900), irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

 

Egozentrische Egozentrik

 

Nach innen zu blicken und das Erkennen zu üben,
ist keine egozentrische Nabelschau.
Ein Ergebnis ist Weisheit und Mitgefühl für alle und alles.
© Jo Taijun Fuss (*1957), Buddhismuskundler

 

Gegenpart: Erwachsenen-Gehabe in Kinderschuhen

 

Kinder sind gänzlich egozentrisch.
Sie fühlen ihre Bedürfnisse intensiv und streben danach,
sie rücksichtslos zu befriedigen.
Sigmund Freud (1856 – 1939), öster. Psychiater und Begründer der Psychoanalyse

 

daraus folgt eine ichbezogene Gestaltung

 

Ziele sind als Wegweiser hilfreich, aber sie engen den Blick auch ein.
Wie verheerend sich der egozentrische Tunnelblick auswirken kann,
sehen wir nicht nur bei Betrunkenen, sondern auch bei Politikern und Managern.
© Prof. Querulix (*1946), deutscher Aphoristiker und Satiriker

 

Egomanische Egomanie

 

Egomanie = Amor’s Pfeil traf mich selbst.
© Marina Zuber (*1978), Pädagogin, Bildungswissenschaftlerin, Wirtschaftsfachwirtin, Aphoristikerin und Wortspielerin

 

multipliziert

 

Die größte Schwäche der Demokratie ist das unheilvolle Zusammenspiel
der Egomanie und der Beutegier der Alphas
mit der Dummheit und Bequemlichkeit der Massen.
© Prof. Querulix (*1946), deutscher Aphoristiker und Satiriker

 

diagnostizierend

 

„In welcher Welt leben wir eigentlich?“, schrie der Egomane,
 „wenn nicht einmal ich anständig bin?“
© Wolfgang J. Reus (1959 – 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker, Quelle: »Zeit-Zeugnisse« (38)

 

Der Ausklang

 

Sein Prinzip ist überhaupt:
Was beliebt, ist erlaubt.
Denn der Mensch als Kreatur
hat von Rücksicht keine Spur.
Wilhelm Busch (1832 – 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller, Quelle: Busch, Bildergeschichten. Julchen, 1877

 

erfahrungsgemäß

 

Mensch werden ist eine Kunst.
Novalis (1772 – 1801), deutscher Lyriker, Quelle: »Poeticismen«

 

erprobt

 

Kluge Egoisten denken an andere,
helfen anderen so gut sie können –
mit dem Ergebnis, dass sie selbst davon profitieren.
© Dalai Lama (*1935), (Das Lächeln des Himmels), eigentlich Tenzin Gyatso, 14. geistiges und politisches Oberhaupt der Tibeter, wurde 1989 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

denn

 

Wohl jedem, der nur liebt, was er darf, und nur hasst, was er soll.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916), österreichische Erzählerin, Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

24.-Wochentipp_Narzissmusi 5

Ich wünsche euch,
eure achtsame und heile Selbstliebe genussvoll zu spüren,
um so den Geist und die Magie der Nächstenliebe zu genießen
herzlichst eure Ute Weiss-Ding

24.-Wochentipp_Narzissmusi11

Der griechischen Mythologie nach war Narziss (Narcissos) der Sohn der Nymphe Leiriope und des Flussgottes Kephissos.
Er war von herablassendem Stolz durchdrungen und von seiner eigenen Schönheit besessen.

Er wurde von Frauen und Männern ebenso begehrt, welche er erbarmungslos zurückwies.
Der abgewiesene Ameinios brachte sich auf der Türschwelle mit dem erhaltenen Schwert von Narziss um. Er rief im Sterben die Götter auf – seinen Tod zu rächen.
Die Rachegöttin Nemesis bestrafte Narziss mit unersättlicher und unstillbarer Selbstliebe.
An einer Wasserquelle verliebte er sich in sein eigenes Spiegelbild.
Versessen begehrte er sein Ebenbild leidenschaftlich und so verzehrte sich nach sich selbst bis hin zu seinem Tod.
Die Nymphen der Eichbäume, die Dryaden fanden an der Stelle des toten Narziss, eine Narzisse.

Quellen:
http://www.dwds.de/?qu=egozentrisch
Mayers Lexikon
Der große Brockhaus
Wikipedia
Duden

Bilder:
John-William-Waterhouse, 1849-1917, britischer Maler

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Die Energie der Anerkennung – Die Magie des Lobes – Die Macht der Wertschätzung http://berlinspirit.de/die-energie-der-anerkennung-die-magie-des-lobes-die-macht-der-wertschaetzung/ Sun, 05 Jun 2016 17:30:54 +0000 http://berlinspirit.de/?p=3436 23. Wochentipp
Einfach so – so einfach zitierte Pythagoras
Den Göttern Weihrauch, den Menschen Lob!

23.-Wochentipp_LOB titelbild

In welcher Welt leben wir, dass wir Menschen nur noch digital anstupsen,
um Aufmerksamkeit zu erregen, anstatt jemanden real zu umarmen,
um Wertschätzung zu verschenken?!

© Steffen Kirchner (*1981), Profisport Mentalcoach, heute Buchautor, Motivationsexperte und Topspeaker in der Wirtschaft

Der Worte Anfang überlasse ich dem Duden mit der Wortwurzel für loben:
mittelhochdeutsch loben, althochdeutsch lobōn = für lieb halten; gutheißen.
Synonyme: anerkennen, sich anerkennend äußern, bekomplimentieren, belobigen, ein Lob aussprechen/erteilen, Anerkennung/Lob zollen, des Lobes voll sein, mit Lob bedenken/überschütten/überhäufen, preisen, usw.

Wow, und schon sind wir in der Mitte des Jahres 2016 angekommen.
Was folgt ist der 23. Wochentipp mit einem Thema, welches ich dem kleinen Wörtchen „Lob“ mit seiner einflussreichen Wirkung gewidmet habe.
Nein, Lob ist kein neues Kuchenrezept von mir. Lob ist, wenn diese vom Herzen kommende Zutat in Bio-Qualität rein und ehrlich ist, eine ganz und gar wohlige, anerkannte Ingredienz in unser aller Leben, welche das lebendige Miteinander auf das köstlichste bereichert.

Einspruch:
Es gibt noch einen mächtigeren Motivator, welcher unser Gehirn zur „Bestleistung“ anspornt und dieser heißt Anerkennung, denn Lob so ganz auf sich alleine gestellt, genügt eben nicht. Da das Thema ein klein wenig diffizil ist, probiere ich es einfach mal möglichst simpel für mich und euch aufzudröseln. Wir wollen ja schlussendlich alle etwas davon haben – oder?

Walter Ludin, ein Schweizer Journalist hat unser gesellschaftliches Lebens-Miteinander beachtenswert klar auf den Punkt gebracht –

Kapitalistische Gesellschaft: Wertschätzung beruht auf Wertschöpfung.

23.-Wochentipp_2 wertschöpfung

Leistungsdenken wird akkurat weitergegeben, beginnend von der Familien- Kindergarten- und Schul-Gestaltung bis hin in die Arbeitswelt, Privat- und Freizeitformung. Ich persönlich habe den Eindruck, dass sich dieses zukünftig noch mehr verschärfen wird. Ist ja auch toll, wenn Vierjährige schon Chinesisch lernen. Nur Leistung zu loben, kann dazu führen, dass Kinder z.B. mit Stillständen oder Rückschritten nicht fertig werden und dann Ängste entwickeln.

Besser viel besser ist es auch Bemühung, Begeisterung und Aktivität anzuerkennen und dann zu loben. Ich glaube das gilt für Kinder wie auch für Erwachsene.
Die Polarität ist wie immer prächtig mit im Bunde, denn immerhin will die jüngere Generation ihr Berufs- und Privatleben in Einklang bringen, ausgerichtet an ihren persönlichen Bedürfnissen und daran, wie dann die unterschiedlichsten Lebens-Aufgaben mit ihrem Leben zu vereinbaren sind.

Wirtschaftliches-Leistungsdenken versus Work-Life-Balance. Lustig umtriebig mit dabei sind die Herausforderungen der fortschreitenden Globalisierung, ein beharrlicher, technischer Fortschritt, Flexibilität, geforderte Standortunabhängigkeit und damit einhergehend ständig ansteigende Anforderungen an den Einzelnen.
„Lustvoll Arbeiten um zu leben“ versus „ich muss leisten um zu leben“.

Pardon, ich schweife ab.

23.-Wochentipp_3 lustvollarbeiten 2

Wende ich mich also lieber solchen Begrifflichkeiten wie „Kommunikation“ zu.

Also ich liebe es (tunlichst) von Angesicht zu Angesicht wörtlich, mündlich, austauschend zu kommunizieren. Ok, als Ausnahme auch noch per Telefon oder Skype. Alles andere ist gehaltlose Instantbrühe, namens Mailaustausch, Däumchen hoch usw. – nichtssagend und vor allem beliebig austauschbar – schlicht unbefriedigend – menschliche Nähe oder Wärme fühlen und spüren: Nada.

Da wäre ich schon ganz schnell bei den nächsten zwei Begrifflichkeiten, nämlich „der Anerkennung und der Wertschätzung“.

Denn für mich ist Kommunikation der persönliche Ausdruck meiner inneren Haltung von Anerkennung zu meinem Gegenüber, getragen durch aufmerksames Zuhören.

Das nenne ich die transformierte machende Macht der Wertschätzung in der Unterhaltung des Miteinanders (Handy aus). Denn erst aus dem Handeln des Miteinanders von Personen, die aufeinander bezogen sind, entsteht so aus der von mir vermittelten Anerkennung Wertschätzung.

In meiner Absichtslosigkeit liegt ein Zauber gepaart mit dem aufrichtigen Zuhören können, das ist die Motivation meiner Gesprächshaltung. Anerkennung ist tatsächlich der mächtigste Motivator im zwischenmenschlichen Leben.

23.-Wochentipp_4 kommunikation

Lob ist ein Mittel der Anerkennung, um sich dann im Miteinander des gemeinsamen Austauschens mit einer anderen Person hin zur Wertschätzung zu wandeln.

Einem Menschen gegenüber unsere Anerkennung auszudrücken, ihn zu loben und ihm unsere Wertschätzung zu bekunden, klingt per se doch ganz einfach.
Wir müssten das doch alle mindestens einmal am Tag hinbekommen, das mit dem Loben.

Ich mag den Konjunktiv wirklich nicht – denn wenn es so einfach umzusetzen wäre – dann wären wir, so glaube ich es, doch alle etwas zufriedener, glücklicher, ODER?

Scheibenhonig, da war ja noch etwas – genannt die „ANERKENNUNG-LOB-Umsetzung“.
Ach ja, und wir wollen es ja auch „tun“, aber da gibt es jeden Tag auf ein Neues unser Ego, welches vieles verneint und uns bockig schweigen lässt, es folgen diese fiesen Zeitfresser und die ekeligen nagenden Vergesslichkeits-Mäuse – und so weiter – und so weiter… und vergesst einfach mal diese menschenverachtende „Zuckerbrot und Peitsche“ Erziehung…

23.-Wochentipp_5 umsetzung

Wir Menschen sind sensibel und bekommen es sehr schnell mit, wenn „Anerkennung, Lob und Wertschätzung“ durch eine motiviert berechnende Haltung des anderen auf unser Ohr treffen. Oft unbewusst kommen angeblich lobende Worte nur „schleimig schmeichelnd“, begleitet von einem unguten Gefühl bei uns an.

Besser viel besser, ist es bei uns selbst anzufangen und auf unsere eigene Motivation bei Gesprächen zu achten, Unehrlichkeit uns selbst gegenüber kann schnell mal nach hinten losgehen.

Ehrliches Lob, dieses  bewusste, achtsame Loben ist eine grandiose, bejahende, anerkennende Wertschätzung und kein bewerten dessen, was meine Mitmenschen ausmacht. Die mich begleitenden Menschen aus den verschiedenen Lebensbereichen Wert zu schätzen ist niemals an eine Forderung oder Leistung geknüpft. Das ist Anerkennung pur.

23.-Wochentipp_6 bewertung

Lob während meiner Jugendzeit kam so selten vor wie die Blaue Mauritius, aber wenn ich gelobt wurde, hat dieses mich so beflügelt, dass ich mir mehr zugetraut habe. Ein anerkennendes Lob hat für mich so etwas Verbindliches im Ausdruck auf der gesamten Beziehungsebene.

Dazu gibt ja noch „das Kompliment“. Wobei ich denke, dass sich dieses unverbindlich mehr auf die Äußerlichkeit eines Menschen bezieht. 

Wann habt ihr das letzte Mal jemanden aus eurer Familie, eurem Arbeitsumfeld oder einen eurer Freunde anerkennend gelobt?
Hm, es gilt wohl folgendes zu bedenken: Anerkennend zu loben bezieht sich nicht nur auf das Schul- und Berufsleben, sondern auf unser gesamtes Lebens-Umfeld.

Es gibt so viele herrliche Charakter-Eigenschaften für die ein Mensch ehrlich anerkennend gelobt werden darf.
Derjenige, der es sich zum Beispiel erlaubt seine eigenen Fähigkeiten, Kenntnisse, seine Kreativität, Leistungen wie Fleiß, Arbeitseifer und so vieles mehr als wertvoll anzuerkennen, der wird ein  ernstgemeintes anerkennendes Lob problemlos aussprechen können und auch entgegen nehmen können.
Auch das Danken für eine erbrachte Unterstützung oder Leistung gehört mit in die Rubrik des respektvollen Umganges mit anderen Menschen.

23.-Wochentipp_7 danken

Sich spontan über eine gelungene Darbietung im Außen lobend zu äußern, lässt einen selbst mit an der Freude oder am Erfolg des anderen begeisternd und beglückend teilhaben. Es macht eben beide Seiten zufrieden und glücklich, wenn wir uns aufmerksam anerkennend dem Gegenüber zuwenden.

Verbindlichkeit auf beiden Seiten in Form von Sprache, die verbindend verbindlich ist zu erzeugen, heißt nichts anderes als jegliches Werten, Überbewerten und Urteilen freundlich zu unterlassen.

Hierzu mehr mit der gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg. Wer Lust hat kann zu diesem Thema mehr in einem älteren Wochentipp von mir nachlesen: http://berlinspirit.de/einigkeit/

23.-Wochentipp_8 kommunikation

INFO:

Zu unterlassen ist: Erst loben, dann Kritik anbringen und dann wieder loben.
Eine dämlichere Art von Kritik und Lob zu vermischen kenne ich nicht. Für mich ist das Manipulation pur, eine verächtliche Führungs-Handhabung, welche sich gerne hinter dem Begriff Menschen-Führung versteckt. Diese Unsitte ist nach wie vor bei vielen Chefs und Trainern beliebt.

Bei der Vermengung der beiden Pole Kritik und Lob, heißt es: 
Finger weg von einer Vermischung dieser beiden, denn es macht den so Behandelten unzufrieden und sauer. Bei dieser Taktik heißt es für den Betroffenen bewusst achtsam bei sich zu bleiben, um konsequenter Weise „Nein, danke“ zu sagen.

Meine Lieben, der Appetit nach Anerkennung ist beträchtlich. Unser Dasein wird dadurch, wie ich andere Menschen mit Anerkennung, Lob und aufrichtiger Wertschätzung beschenke, einfach bereichert. Wer umgibt sich nicht gerne mit Menschen, die dieses Bedürfnis ehrlich und respektvoll zu stillen vermögen. Denn dieses motiviert uns alle positiv.

Anerkennendes Lob ist weder unmännlich noch rührselig gefühlsduselig, sondern lustvoll, mutig und lebensbejahend, und zwar für den, der es anerkennend ausspricht und für den, der es erhält.
Ein aus dem Bauch heraus kommendes anerkennendes Lob erfüllt einfach alle Seiten mit Glückgefühlen.
Authentisch loben – heißt sofort spontan, zeitnah und präzise genau, persönlich in der Situation anerkennend zu loben. Auch hier gilt, der Ton macht die Musik.

Erst die natürliche Anerkennung, darauf folgend das herzliche, wahre Loben, hinführend vermittelnd zur aufrechten Wertschätzung, das fühlt sich aber auf Dauer in unser aller Leben, so was von einem wohlig bereichernden, beschwingten, unvergesslichen lebendigen GUUUUT an.

 

23.-Wochentipp_9 guuuut

 

Des Lobes Anbeginn


Lob ist rund. Tadel ist eckig.
© Waltraud Puzicha (1925 – 2013), deutsche Aphoristikerin, Quelle: »Kurz belichtet, Klappe 1«


und

 

Bei Lob und Beleidigung frage: „woher?“
Unbekannt, Quelle: Aus den Fliegenden Blättern, ersch. 1845-1928 bei Braun & Schneider, München

 

denn

 

Es gibt lobenden Tadel und tadelndes Lob.
François VI. Duc de La Rochefoucauld (1613 – 1680), franz. Offizier, Diplomat und Schriftsteller, Quelle: Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678. Erste deutsche Übersetzung von August Bohse 1699

 

darüber hinaus

 

Lob macht tatendurstig.
© Erhard Horst Bellermann (*1937), deutscher Bauingenieur, Dichter und Aphoristiker, Quelle: Bellermann, Menschs Tierleben, Schardt Verlag, 2001

 

Bewunderndes Lob


Staunen ist unfreiwilliges Lob.
Edward Young (1683 – 1765), englischer Satiriker, Komödienschreiber und anglikanischer Pfarrer


Aufgeblasenes Lob

 

Lob kitzelt den Eitlen unaussprechlich.
Adolph Freiherr von Knigge (1752 – 1796), deutscher Jurist, Beamter und Satiriker

 

denn


Unverdientes Lob ist eine maskierte Satire.
Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr – 65 n. Chr., Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero, Kaiser v. 54 – 68 n.Chr.), römischer Politiker, Rhetor, Philosoph und Schriftsteller

 

Allerlei Weisheiten
rund um das Lob, die Anerkennung und die Wertschätzung

 

Findet sich niemand, dich zu loben, so lobe dich selbst.
Deutsches Sprichwort, wird auch Erasmus von Rotterdam zugeschrieben

 

denn


Für ein Lob gibt es keine Bankverbindung,
Lob gibt man einem Menschen persönlich.
© Edmund Kreuzner (*1949), Journalist, Hörfunkautor


und

 

Lob ist ein treffliches Mittel,
die Menschen zu lobenswerten Handlungen zu bestimmen;
schon das unverdiente Lob ist ein Sporn.
Karl Salomo Zachariä von Lingenthal (1769 – 1843), deutscher Rechtsgelehrter, Quelle: Lingenthal, Vierzig Bücher vom Staate, 1820-1832

 

 bekanntermaßen


Alle brauchen wir Anerkennung. Wir haben ein Recht darauf.
© Raymond Walden (*1945), Kosmopolit, Pazifist und Autor, Quelle: Walden, Sequenzen von Skepsis


erfahrungsgemäß


Wer uns seine Nähe spüren lässt,
schenkt uns seine Anerkennung.
© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, Quelle: Ferstl, 365 Liebesgedanken, Coppenrath Verlag, 2008

 

bedauerlich


Wertschätzung und Demut gehören leider nicht mehr
zu den menschlichen Lebensprämissen.
Wir befinden uns in einem Strudel der Selbstverständlichkeiten.
© Stefan Wittlin (*1961), Schweizer „Medicus-Canis“, Kynologe-Hundetherapeut, Tierpsychologe, Buchautor und Kolumnist


aber

 

Alle Geister sind dem unsichtbar, der keinen hat:
und jede Wertschätzung ist ein Produkt
aus dem Werte des Geschätzten mit der Erkenntnissphäre des Schätzers.
Arthur Schopenhauer (1788 – 1860), deutscher Philosoph, Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen


Vollziehendes Lob

 

Die Menschen sind zum Tadeln aufgelegt,
weil sie sich durch dieses indirekt selbst loben.
Arthur Schopenhauer (1788 – 1860), deutscher Philosoph

 

Des Lobes Schlusswort

 

Lob ist der Goldstaub im Sand des Alltags.
© Siegfried Wache (*1951), technischer Zeichner, Luftfahrzeugtechniker und Buchautor

 

am Ziel

 

Lob ist wie eine Feder.

Von Zeit zu Zeit ein Lob,

und Menschen bekommen Flügel.
© Phil Bosmans (1922 – 2012), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller, ›der moderne Franziskus‹, Quelle: Bosmans, Ich hab‘ dich gern, Herder Verlag, 1986

23.-Wochentipp_10-zitate-enderahmen

 

Ich wünsche euch, dass ihr immer zur rechten Zeit
die berauschende, positive Magie des anerkennenden Lobes
selbst genussvoll gebend sowie annehmend
in eurem Leben wertschätzend genießen könnt
herzlichst eure Ute Weiss-Ding

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Märchen und Tarot – Eine anregende Gemeinschaft frei im Geiste – souverän im Herzen http://berlinspirit.de/maerchen-und-tarot-eine-anregende-gemeinschaft-frei-im-geiste-souveraen-im-herzen/ Tue, 31 May 2016 15:54:27 +0000 http://berlinspirit.de/?p=320 Maerchen-tarot- für ebook vorstellung             

Eine anregende Gemeinschaft
frei im Geiste – souverän im Herzen

  • Als ich ein kleines Kind war, hatte ich eine Tante Lina, die mir und meiner Schwester jeden Abend ein Gutenachtmärchen erzählte – meist eins, was sie sich selbst ausdachte, solche von denen ich nie genug bekommen konnte und natürlich auch die gängigen Volksmärchen. Ich liebte Tante Lina und ihre Märchen, obwohl sie schon lange tot ist, blieb dies als eine schöne Erinnerung von ihr immer in meinem Herzen und in meinen Gedanken erhalten.
  • Als ich älter wurde und schon lesen konnte, habe ich mit einer wahren Freude alles an Märchenbüchern, derer ich habhaft wurde, gelesen. Ein Hoch auf die Stadtbibliothek, die sich in meiner Schule befand und ich so immer genug Nachschub an Lesestoff bekam, wobei ich gestehe: Die „Tausend und Eine Nacht“ Märchen fand ich schon recht anstrengend. Vielleicht hatte ich nicht genug Berührungspunkte mit der dort beschriebenen Kultur, vielleicht fehlte mir auch die Fantasie der Vorstellung trotz der recht blumigen Sprache.
  • Heute weiß ich, dass sie mir einfach zu lang und meist in einer sehr kleinen Schrift verfasst waren, das ermüdete mich und ließ dann natürlich wenig Freiraum, um mit dem dort beschriebenen dann mit meiner Vorstellungskraft zu spielen.
  • Soviel dazu, dass Märchen Raum brauchen um verstanden zu werden, auf dass meine Seele sich die Figur suchen kann mit der sie sich gerne identifizieren, verbinden möchte, die ihr nahe ist.
  • Ja, Märchen zu lesen oder zu hören kann ein Wachstumsprozess für die Psyche und eine Herausforderung für den Geist sein, wenn Mensch sich darauf einlässt.
  • Das ist die Gemeinschaft, welches Märchen und Tarot gemeinsam haben, den Weg der Entwicklung, welcher immer ein Weg von Seele und Geist beinhaltet.
  • So ist es wohl kein Wunder, dass mir das Spiel mit den Karten ebenso liegt, wie das fantasievolle Spiel mit den Märchen…
  • So wie die Geschichte eines Märchens zu dem der es liest, spricht, so sprechen die aufgedeckten Inhalte der Tarotkarten auch zu dem, der sie sich legen lässt oder legt.
  • Es gibt nur einen kleinen anfänglichen Unterschied: Beim Märchen sind es die Worte, die unsere Seele verzaubern und beim Tarot ist es die bildhafte Kartensymbolik, die zu den Menschen spricht. Wobei sowohl die Märchen als auch das Tarot, uns Liebe, Glauben, Intellekt, Fantasie, Intuition und Instinkt als Wege der Unterstützung anbieten, welche uns helfen uns besser kennen zu lernen und zu verstehen.  

Etwas zum Nachdenken:

  • Ist unsere Furcht vielleicht nur unsere eigene Unwissenheit, welche uns ängstigt, wenn wir mehr über uns selbst erfahren und wenn unsere Fantasie dann Purzelbäume schlägt? Woraufhin wir dann einen Weg nehmen in Richtung Schreckgestalten die schlaflos in unseren Gedanken und unserer Seele umhergeistern und sich immer weiter breitmachen bis wir vor unseren eigenen Schatten dann angstvoll zurückweichen?
  • Egal ob wir ein Märchen lesen oder die Tarotkarten vor uns haben, wenn wir unsere Augen öffnen, dazu unsere Gedanken gepaart mit lustvoller oder auch banger Fantasie forschen lassen, dann finden wir das vormals versteckte in unserer Seele, welches nur darauf wartet erlöst zu werden um ans Licht zu kommen.
  • Märchen leben in uns, es ist egal wie und wo wir uns aufhalten, wir können der Prinz, die Prinzessin oder gar das mächtig Böse oder die/der Weise sein, denn stets sind Märchen mit uns unterwegs…
  • Ja und vielleicht schreibt jeder dann eine eigene neue märchenhafte Lebensgeschichte…

Abschließend

Gesagt ist nicht gehört.
Gehört ist nicht verstanden.
Verstanden ist nicht einverstanden.
Einverstanden ist nicht behalten.
Behalten ist nicht angewandt.
Angewandt ist nicht beibehalten.
Heinz Goldmann (1919-2005) ,schweizerischer Schriftsteller und Verkaufstrainer

In diesem Sinne wünsche ich euch
eine märchenhafte Zeit
um euer ganz eigenes persönliches Märchen zu finden
herzlichst Ute Weiss-Ding

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Monats-Prognose Juni – Ein Monat der regen Sehnsucht – gestaltet Neues aus alten längst entschlüpften Träumen & bewusst werdenden Prägungen http://berlinspirit.de/monats-prognose-juni-ein-monat-der-regen-sehnsucht-gestaltet-neues-aus-alten-laengst-entschluepften-traeumen-bewusst-werdenden-praegungen/ Sun, 29 May 2016 14:00:50 +0000 http://berlinspirit.de/?p=3413 Wochentipp – Thema
Einfach so – (zeitlos) so einfach
VORSCHAU Juni 2016

22.-Wochentipp_Juni titelbild

Je langfristiger die Prognose, desto ähnlicher wird sie der Fata Morgana.
© Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger (*1939),
Quelle: Quadbeck-Seeger, Der Wechsel allein ist das Beständige, Wiley-VCH Verlag 2002

 

Passend zur Juni-Energie am Ende mit der Spezial-Frage:
Wie kann ich bei Anspannung mental entspannen?

Die Juni -Schwingung 2016 – nostalgisch durchdrungen von der Sehnsucht nach alten Zeiten und vergangenen Einflüssen, gleichzeitig erfüllt von dem Begehren hin zu einer Zukunft mit erfolgversprechenden Möglichkeiten, welche sich aus unseren ergrauten Erinnerungen auftauchend zeigen.
Dieser Monat kann uns recht aussichtsreich mit unserer inneren Quelle verbinden. Durch diese Rückkehr oder Rückbesinnung hin zu unseren Wurzeln und zu der Ursprünglichkeit unserer eigenen Schöpferkraft, welche sich  zwischen den wabernden Polaritäten von Phantasie und der Wirklichkeit im Außen bewegt, können wir es trotzdem schaffen innerhalb unseres Reichtums an Gefühlen eine harmonische, ausgewogene Balance in uns selbst zu erreichen, um dann neu Belebtes zu erschaffen.
Na, das klingt ja bis hierher nicht ganz so dramatisch, doch wie wir in der Vergangenheit erfahren durften, hat uns das Jahr 2016 bis jetzt jede Menge schnell aufeinander folgende, nicht immer besonders wünschenswerte Geschehnisse präsentiert.

22.-Wochentipp_1 sehnsucht rahmen

Kurze Rückbesinnung:
Islamistischer Terror in Europa mit Opfern in Frankreich und Belgien, dazu der fortdauernde Krieg in Syrien, die Flüchtlings-Problematik, der zweifelhafte EU-Türkei Milliarden Flüchtlings-Deal, die Uneinigkeit innerhalb der EU bezüglich Briten, Ungarn, Slowakei, Polen und Österreich jeweils im Richtungswechsel nach rechts. In Griechenland wird die Krise verlängert statt einen ehrlichen Schuldenschnitt zu machen (hat ja Zeit bis nach der Bundestagswahl); Russland in der Wirtschaftskrise; aus Eritrea flüchten die Menschen vor der Diktatur Afewerkis; in Südamerika von Brasilien (Putsch gegen gewählte Regierung?) bis Venezuela und Nicaragua brodelt und dampft es und so weiter und so weiter…

So ist das mit den Veränderungen mit uns selbst und in der Welt, die so fortdauernd sind wie die tiefen Gründe unseres Unterbewusstseins und gleichzeitig ein Fliegenschiss in der weltlichen Zeitrechnung der Geschichte.

Im Juni können noch mehr kritische Auseinandersetzungen, sei es beruflicher, politischer oder familiärer Natur folgen. Aber nach solch einer Phase gibt es eine echte Gewinnaussicht hin zu einer entscheidenden Veränderung und einem echten Neuanfang.

Es ist einfach eine Zeit in der alt Erträumtes und tiefe alte, bisher vergrabene Wünsche neu in das Bewusstsein dringen. Achten sollten wir darauf, dass das, was sich uns so präsentiert nicht der träumerischen Beschönigung preisgegeben wird.

22.-Wochentipp_ 2 Unterbewusstsein rahmen

Entwicklung:

Eine gar köstliche Zeit für alle, die bewusst im Moment leben und vor allem geistig, physisch, seelisch in jedem Augenblick ihres Daseins auch anwesend sind.

Es ist auf alle Fälle gesund, wenn wir den im Außen offenbarenden Verhältnissen mit einem Realitätscheck begegnen. Unsere politische und wirtschaftliche Führungs-Elite steht verstärkt in Opposition zu unserem  gesellschaftlichen Verwirklichungsansprüchen.

Nachdenker: Demokratie – griechisch – demos „Staatsvolk“ und kratia „Herrschaft“ = „Herrschaft des Staatsvolks“ und in Deutschland vertreten durch die Regierungsform, bei der eine gewählte Volksvertretung die politische Macht ausübt.

Ausgrenzung – viele Menschen fühlen sich ausgegrenzt und sind einfach nur enttäuscht. Ein wahrlich hitziger Inkubator von unausgegorenen Gefühlen und vergiftetem Denken. Wenn dieser Brutkasten geöffnet wird, dann können die menschlichen Formationen mit ihren ausgebrüteten Strukturen schnell übergriffig ihr Unwesen im Außen treiben.
Ach, wie schön, da ist sie wieder die Polarität in feinster Manier – mit nur Gut oder nur Böse -und treibt wenn wir nicht aufpassen die Spaltung ganz Europas weiter wirkungsmächtig vorwärts.  
Justus Vogt (*1958), ein denkender Lebender und lebender Denker hat die politisch-wirtschaftliche Verquickung in der Demokratie für uns so herrlich einfach auf den Punkt gebracht:

Demokratie wird immer wirtschaftsdiktatorisch ausgehöhlt.

22.-Wochentipp_3 der moment rahmen

Worauf sollte im Juni 2016 geachtet werden?

Achtet auf euer Denken und eure Gefühle, denn eine sogenannte Sicherheit mit Netz gibt es nicht.
Die Juni-Schwingung hilft uns sich unserer negativen Vergangenheitsprägung gefahrlos zulassend und durchlebend zu stellen. Bewegend treibt uns die Energie des Junis hin in die Bereitschaft sich unserer Eigen-Verantwortlichkeit bewusst zu werden. Es gilt diese Verantwortung gegenüber uns selbst, der Gesellschaft und der Natur zu entdecken und auszuleben.
Wir sind aufgerufen, uns selbst gegenüber bewusst unserer Wahrnehmung verantwortlich, vertrauensvoll folgend zu handeln. Nehmt Konflikte als Herausforderung an, mit denen ihr lustvoll spielerisch „kämpfen“ dürft.  Ein Feuerwerk der Polaritäten ist im Juni möglich, geprägt von Rauheit, Widerstand, bis hin zur verbindlichen Kontaktaufnahme.
Es gibt Grenzen, zwar haben wir die Welt gestaltet, aber nicht erschaffen und hier haben wir trotz Selbstüberschätzung und zwanghafter Kampfeslust um des kämpfen willens Halt zu machen.

22.-Wochentipp_4 gefühlet rahmen

Machwerk:

Es ist für viele Menschen auf dieser Welt nicht selbstverständlich, aber für uns Menschen hier in Deutschland, dass wir experimentieren dürfen und frei aus unseren Fehlern oder positiven Erfahrungen lernen können.
Im Juni sind wir aufgerufen uns unseren Ängsten vor Verlust oder neuen Situationen oder erneuerten Konstellationen selbstbewusst zu stellen, auch wenn wir uns dazu im Gefecht mit uns selbst, unserem Ego befinden sollten.
Die Juni-Periode hält für viele von uns eine Energie des sich bewussten Kümmerns, des Dazwischentretens und des Einsetzens für sich selbst oder andere bereit. Dieses kann die Familie, die Gemeinde, Freundschaften und auch unser Zuhause, unseren eigenen Körper betreffen. Allerdings sollten wir hier keine Verpflichtungen eingehen, welche wir auf Dauer nicht leisten können, da sie uns überfordern würden.
Doch gleichzeitig werden wir aufgefordert durch plötzlich eintretende Ereignisse innerhalb unseres Heimes, unseres Arbeitsplatzes oder durch auftauchende Probleme bei unseren Mitmenschen Verantwortung für den nötigen auszuführenden Handlungsbedarf zu übernehmen, auch wenn dieses Veränderungen in unserem Leben oder in unserem Lebensstil beinhalten sollte.
Hier heißt es erst nachdenken – dann handeln und achtet auf eure euch begleitenden Gefühle, dann werden die Entscheidungen euch leicht fallen.

22.-Wochentipp_5 Kümmern rahmen

Meine Lieben, es ist generell gesund euren Gefühlen mehr Raum zu gewähren.
Von ungestillten, auch ungestümen Wünschen kann der Mensch nur überwältigt oder aufgefressen werden, wenn er diese nicht hinterfragt. Wenn unser Wunsch einem tiefen Bedürfnis entspringt, hat Furcht hier keinen Platz.
Denkt sorgfältig darüber nach, wie ihr auftretenden Hindernissen begegnen könnt, um diese kreativ und liebevoll zum Vorteil aller Beteiligten überwinden zu können.
Erlaubt euch achtsam im entscheidenden Moment zuzugreifen, dies kann ein sehr befruchtender Zeitabschnitt in eurem Leben sein, wenn ihr ausgewogen Balance und Zufriedenheit in euch selbst und eurem Handeln aufrechterhalten könnt.
Denn das fühlt sich dann aber sowas von einem Herz erwärmenden, lebendigen, unvergesslichen GUUUUT in eurem Leben an.

22.-Wochentipp_6 Balance rahmen

Spezial-Frage:

Wie kann ich bei Anspannung mental entspannen?

Meine Person liebt es sich mental zu entspannen – denn wer möchte nicht gerne durch die mentale Entspannung eine nachhaltige Begegnung zu seinem Unterbewusstsein aufbauen. Oder einfach eine kurze Entspannung dazu benutzen, um neue Kraft und Energie zu schöpfen, um besser Lernen zu können und vor allem seiner Anspannung Lebewohl zu sagen.

Ach ja, die geheimnisvollen Wellen unseres Gehirns

Beta 15 – 38 Hz Normaler Wachzustand. Nach Außen gerichtete Aufmerksamkeit. Logisches, prüfendes (durch unseren inneren Kritiker) und bewusstes Denken. Bei Stress, innerer Unruhe und Angst werden höhere Frequenzen beobachtet.
Alpha 8 – 14 Hz Gelöste, entspannte Grundhaltung. Konzentrierter Lernzustand. Tagträumen und Visualisieren. Alphawellen sind das Tor zur Meditation.
Theta 4 – 7 Hz Diese Wellen kommen besonders im Traum, bei  kreativen, schöpferischen Zuständen vor. Diese Wellenform ist bei Kindern normal. Im Jugendalter treten sie seltener und bei Erwachsenen nur im Schlaf, tiefer Müdigkeit oder Hypnose auf.
Delta 0.5 – 3 Hz Traumloser Tiefschlaf

22.-Wochentipp_7 Entspannung rahmen

Ich möchte euch hier einfache mentale Entspannungstechniken vorstellen.

Bei diesen Übungen könnt ihr einen mentalen Entspannungszustand erreichen, der euch in den Alpha-Zustand bringt. Der Alpha-Zustand erreicht ein ähnliches Resultat, wie wenn wir einen längeren Mittagsschlaf gemacht oder meditiert hätten. Er ist die Vorstufe zur Meditation.
Wir sind dabei in völliger Ruhe, aber noch geistig klar. Beim Alpha-Zustand ist unser Gehirn hinaus aus dem bewegenden Denken.
Der Alpha-Zustand ist ein wenig wie „Tagträumen“ und wie im richtigen Leben muss man üben um dieses Entspannungs-Befinden zu erlernen.
Bitte diese Entspannungs-Übungen im Sitzen durchführen. Im Liegen schläft man leichter schnell ein.
Während des Alpha-Zustandes bin ich wach und die Geräusche um mich herum nehme ich wahr und sie stören mich nicht.
Ich weiß immer wann ich genug Energie getankt habe und „erwecke“ mich aus dem Alpha-Zustand indem ich laut bis drei zähle. Recke und strecke mich. Dann klopfe ich mit meinen beiden flachen Händen meinen Körper von unten nach oben wieder wach. Danach erfreue ich mich daran wie putzmunter ich bin und wie sich meine geistige Leistungsfähigkeit erholt hat.

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Hier meine Lieblings-Technik:

Um in die Ruhe oder Stille zu kommen benutze ich persönlich gerne ein Kunstwort zu dem ich keinerlei Beziehung oder Assoziation habe wie z. B. trutschiputsch (war mein letztes)

Ich habe einen ganz bestimmten Lieblingssessel in dem ich meditiere oder in die Ruhe/Stille des Alpha-Zustandes gehe:

  • Ich schließe die Augen und
    Wiederhole ununterbrochen mein „trutschiputsch“, welches keinen Sinn ergibt und ich somit gar nicht erst ins Gedanken abschweifen gelange.
    Sollten dennoch Gedanken auftauchen und anfangen zu kreiseln – so lasse ich diese sich gewährend ziehen, ohne mich an diese zu hängen, sie festzuhalten und komme immer wieder absichtslos auf mein „trutschiputsch“ zurück.
    So leert sich mein Kopf, bis ich ein herrlich leichtes Gefühl von absoluter Entspannung erreicht habe. … diese Stille, Leere und Entspannung zu fühlen – blauer Himmel und befreit fliegen …

Beispiel: Visuelle Technik

  • Hier schließe ich die Augen und
    atme tief in den Bauch ein und aus.
    Ich konzentriere mich eine Zeitlang nur auf meinen Atem.
    Ich werde immer ruhiger und dann stelle ich mir vor, wie mein Stress mit jedem Ausatmen aus meinem Körper als rosaroter (die Farbe könnt ihr selbst bestimmen) Schleier oder Dunst entweicht.

Beispiel: Visuelle Technik mit Mudras (Finger-Yoga) –

  • Ich schließe die Augen und lege den Mittel-, Zeigefinger und den Daumen zusammen (mit beiden Händen) und strecke dabei den Ring- und kleinen Finger gerade aus.
    Atme tief und ruhig ein und aus
    Dabei stelle ich mir bewusst einen kleinen leuchtenden hellen Lichtball oberhalb in der Mitte meines Kopfes vor (Kronen-Chakra)
    Beim tiefen Einatmen 3mal an die 3 denken tief ausatmen und solange nicht einatmen wie es mir angenehm ist!
    Dann tief einatmen 3mal an die 2 denken tief ausatmen und solange nicht einatmen wie es mir angenehm ist!
    Dann tief einatmen 3mal an die 1 denken tief ausatmen und solange nicht einatmen wie es mir angenehm ist!
    Lasst die Lichtkugel durch euren Körper bis in den Unterleib gleiten, lasst sie dort verharren wo diese gerne länger anhalten möchte. Macht dies solange es euch angenehm ist und der helle Lichtball sich durchgängig ohne Halt durch euren Körper bewegt.
    Nach einer Weile werdet ihr nur noch das 3-Finger-Mudra halten, tief ein- und ausatmen und Ihr werdet immer schneller im Alpha-Zustand sein.

Beispiel: Der Wechsel der Blickrichtung.
Diese Übung hatte ich mir einmal aufgeschrieben, war nie so die Meine, aber vielleicht die Eure.

  • Schließt hierzu eure Augen.
    Ruhig langsam Ein – und Ausatmen.
    Dann blickt mit den Augen beim Einatmen nach oben, als wolltet ihr durch eure Schädeldecke hindurch zur Raumdecke schauen.
    Das gleicht der Augenbewegung in der Einschlafphase und so aktiviert ihr automatisch die Alpha-Wellen.

22.-Wochentipp_9 leuchtkugel rahmen

Bilder:
Gustav Klimt 1862-1918, österreichischer Maler, Symbolismus, Moderne Kunst, Wiener Secession, Jugendstil

Ich wünsche euch, dass ihr die Juni-Qualität,
einfach so – so einfach, voller Gefühl
entspannt, genussvoll in euer Leben einladet
herzlichst eure Ute Weiss-Ding

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Heilung – Kunst – Symbolkraft – mit der Seelenleserin Wera Fengler http://berlinspirit.de/heilung-kunst-symbolkraft-mit-der-seelenleserin-wera-fengler/ Sun, 22 May 2016 16:00:55 +0000 http://berlinspirit.de/?p=3393 21. Wochentipp – Thema

angenehm – wohltuend
Das Unbewusste Innere Ich
&
die Kunst der belebenden Heilung

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Wesen zu lesen, ist die Meisterschaft der tiefen Seele.
© Esther Klepgen (*1965), Autorin

In diesem Wochentipp möchte ich euch eine ganz und gar außergewöhnliche „Künstlerin“ vorstellen.
Dazu habe ich mir erlaubt die berufliche Biografie von Wera Fengler mal – einfach so,
so einfach – kurz und knackig auf den Punkt zu bringen.

Modedesign-Studium in Berlin – Chef-Mode-Designerin bei Betty Barclay – Ausbildung zur Heilpraktikerin/Therapeutin – anschließend mit eigener Praxis für Heilkunst – Seelenleserin – MEDIUM – Heil-Kunst – Symbol-Kunst & allegorisch neugestaltete, der Zeit angepasste Chakren-Zeichen

Naturelement, habe ich hier nur das aufgeschrieben, was ihre berufliche Laufbahn und ihre begnadete Berufung betrifft.
Ansonsten ist diese umtriebige Dame, die aus Marburg an der Lahn stammt, Mutter zweier Kinder und Großmutter von zwei Enkelinnen. Ihre mediale Berufung entdeckte sie durch ein schicksalhaftes Jahr 2005, begleitet von Verlust, Tod und einer Krebserkrankung.
Sich den in der Stille übermittelten Botschaften (Channeling) voller Selbstvertrauen hin glaubensstark zu öffnen, machte sie demütig und ließ sie geduldig, gelassen und besonnen üben, um die Nachrichten als Kanal auch annehmen zu können.

Es gelang ihr sich selbst zu heilen. Heute lebt sie, bewusst sich selbst vertrauend, liebevoll ihren Beruf, ihre Kunst und ihr Alltagsleben aus.

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Für mich persönlich ist es immer wieder unglaublich spannend, was für einmalige, interessante und vor allem begnadete Menschen es gibt.
Wera ist eine von diesen Menschen, welche durch eigenes „Leid“ authentisches Wissen und Erfahrungen medial, gefühlvoll und herzlich in einer wohligen, zauberhaften Praxis ihr „inneres Wissen“ weiter vermitteln können.

  • Es beschwingt mich seelisch und geistig, wenn ich mich mit ihr unterhalte, ob ihres reichhaltigen und auch kreativen Wissens.
  • Es berührt mich und macht mich sprachlos, wenn ich mir ihre kraftvolle farbige Symbol-Malerei anschaue.
  • Es begeistert mich, wie sie Menschen mit Hilfe ihrer sowohl medialen Gabe, als auch mit Hilfe ihres medizinischen Wissens hin zu ihrer eigenen Selbst-Heilung führt.
  • Es erstaunt mich, dass Wera dazu auch noch ein absolut kreatives, künstlerisches, handwerkliches Talent hat. Ich liebe ihre Holzengel und ihre Bilder.

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Wera vermittelt durch ihr (Be)Handeln – ihr Können. Durch ihre Person zeigt sich gleichzeitig wie reichhaltig ein erfüllt gelebtes Leben sein darf, welches wiederum für ihre Mitmenschen bereichernd wirkt.
Der Begriff Kunst beinhaltet eben mehr als nur das schöpferische Gestalten und Schaffen von Werken, wie Malerei, Musik oder Literatur für die der Mensch Begabung und ein bestimmtes Können braucht.

Denn das Wort Kunst – leitet sich ab aus dem urgermanischen Verb kunnana – wissen (wie man etwas tut), später können. Kunst kommt also von Können.
Die Heil-Kunst, die Wera beherrscht, ist getragen von der Tätigkeit, die im Können liegt. Die Entwicklung hin zu ihrer Berufung beruht auf Lernen, Übung, Wissen, Wahrnehmung, Vertrauen und Intuition.

Ihr Leben ist das Ergebnis einer kreativ Lernenden, die sich selbst vertrauend immer wieder dem Fluss ihres Lebens-Prozesses anvertraut hat.

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Weras Kunst des medialen Heilens hat mit der der platten Volksmund-Esoterik und TV-Esoterik aber so rein Garnichts gemein. Ihre Kunst des Heilens, das Zeichnen von Symbolen, das Kreieren der neuzeitlichen Chakren-Symbole, sowie das Gestalten ihrer Skulpturen, all das entspringt ihrer nie endenden, aus sich selbst heraus vertrauenden Lern- und Lebensfreude, dieser Daseinsfreude sich immer wieder fundamentales Wissen anzueignen und in der Lage zu sein, dem, was sich ihr dann in ihrem Inneren offenbart, vertrauend zu folgen.
Wera ist eine wahre, heilende Lebenskünstlerin, eine Seelenleserin, welche den Menschen, die sie aufsuchen viel über sich selbst offenbaren lassen kann.

Was wir von Wera lernen können?
Unserer Intuition zu vertrauen und wahrnehmend unserem Selbst zu vertrauen – Lust auf Neues und Veränderung zu entwickeln, Freude am Lernen in unserem Leben zu integrieren.
Wie meinte schon Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger.

Gib mir nicht das, was ich wünsche, sondern das, was ich brauche.
HERR, lehre mich die Kunst der kleinen Schritte. Amen.

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Meine Lieben, es ist mir ein persönliches Anliegen euch Begriffe wie Medium, Channel etc. nahe zu bringen:
Das Wort Medium – entstammt – lateinisch medium = Mitte, zu: medius = in der Mitte befindlich –

als Synonym, Bindeglied, vermittelndes Element, Zwischenglied – ist in der Parapsychologie (aus dem Griechischen „neben der Seelenkunde“) jemand, der für Verbindungen zum übersinnlichen Bereich besonders befähigt ist.
Daneben gibt es noch den Begriff Channeling (Medium auch Channel).
Dieser entstammte der amerikanischen New-Age-Bewegung aus den 1970er Jahren, welcher sich dann in den 1980er auch bei uns begrifflich etablierte.

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Leider wurden diese Begrifflichkeiten oder Bezeichnungen Medium von vielen Scharlatanen missbraucht. Auch gibt es keine wissenschaftlich anerkannten Beweise für die behaupteten Erfolge. Ok, bis auf eine klitzekleine Ausnahme, es sollen sich bereits 3.268 Prophetien der Bibel erfüllt haben. Der deutsche Informatiker Prof. Werner Gitt (Braunschweig) hat versucht, einen mathematisch orientierten Gottesbeweis vorzulegen, den das Schweizer Monatsmagazin „Factum“ (Berneck/Schweiz) veröffentlicht hat. Quelle: 2010 Kath.net

Ich habe es mir schon vor Jahrzehnten abgewöhnt, Menschen mit diesen wertvollen Fähigkeiten zu belächeln oder als Esoterik-Tante-Onkel zu bezeichnen.
Ok, außer diese hypothetisch heilenden Schwindler, die mit ihrem Grinsekatzen-Lächeln
– ich sende dir Licht und Liebe – säuselnd die Welt beglücken möchten.
Schwupps, da ich bin dann mal weg.

  • Ja, es gibt sie, die gruseligen Ego-Gurus, welche aus ihrem Manipulieren kräftig Profit schlagen.
  • Die Einen verklickern dir, dass du „glauben“ musst – denn, oh Schreck, wenn du ungläubig bist, wird dir Leid drohen.
  • Noch besser sind die selbsternannten medialen Alleswisser, wenn sie dich glauben machen, dass sie dir das Heilsversprechen gleich beim Geld abliefern mitliefern.
  • Besonders übel ist die Masche weltbekannter Organisationen, hinter denen für Suchende nicht immer gleich zu erkennen ist, dass sich dahinter rein kommerzielle oder machtpolitisch-religiöse Interessen verbergen. Als Extrembeispiele nenne ich hier nur Scientologen und „Gotteskrieger“.

ABER – es gibt auch „das Medium“, welches sich seinem Ego gestellt hat und sein „wahres Ich“ befreit hat, denn ein Medium hat als Kanal absichtslos und wertefrei zu sein!
Und da auch ein Medium seine Miete bezahlen, sich ernähren muss, ist es völlig rechtens dieses Medium auch zu entlohnen.

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Wie immer empfehle ich im Vorfeld zu fragen und zu prüfen:

Denn es ist immer fraglich, welche Perspektive ich hinsichtlich meines seelischen und körperlichen Weiterkommens eingenommen habe. Hier kann ich nur anregen mir das bewusst zu machen, was ich mir insgeheim oder offen von einem Medium erhoffe zu erhalten.

Ob das Medium vertrauenswürdig ist, kann ich nach meinen persönlichen, menschlichen Fakten sammeln und auswerten nur beschränkt beantworten, denn wie glaubwürdig sind die Quellen meiner Fakten?
Selbstverständlich ist es hier ein „MUSS“ seine eigene Absichten zu hinterfragen, da der Wunsch nach Hilfe von außen schnell dominiert. Ist ja auch verführerisch sich dem Traum hinzugeben von „ich lege mich auf die Liege, lasse das Medium machen und alles ist dann gut“, ohne irgendwelche Eigenleistung zu erbringen, versteht sich. 

Ego-Tänze sowohl bei einem Medium, als auch bei mir selbst müssen zur Prüfung mit einbezogen werden. Zusätzlich beeinflussen uns religiöse und kulturelle Prägungen. Nichts lässt sich trotz Fakten-Sammlung und Empfehlungen eindeutig klären.
Hier ist der Einzelne aufgerufen sich seiner inneren Führung anzuvertrauen und sich von dem eigenen Wunschdenken zu befreien, dass ein anderer Mensch sein Leben richten könnte.

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Ich persönlich tue immer gut daran – Botschaften – im Prozess der Entwicklung zu prüfen.
Denn es ist für mich gut zu wissen welche Absicht hinter den  Angaben des Mediums stehen und vor allem welche Konsequenzen sich daraus für mich ergeben.
Kommen die Informationen vom Medium vorurteilsfrei und werden diese mit Akzeptanz vorgetragen, werde ich hilfreicher und bewusster, auch mit unbequemen Gefühlen und Nachrichten annehmend, auflösend klar kommen.

Ja, auf ungewöhnliche Behandlungsmethoden mit Skepsis zu reagieren ist immer angebracht und gesund.
Nur ein abschließendes Richtig oder Falsch wird es nie geben, denn alles fließt und ist für unsere persönliche Seelenarbeit in diesem Prozess-Zeitablauf einfach passend.

Hilfe zur Selbsthilfe, wie von Wera zu erhalten und seinen unbewussten Gefühlen und den begleitenden Emotionen, die einem das eigene Leben erschweren sich dann zu stellen, das fühlt sich aber so was von einem befreienden, lebendigen und vertrauensvollen GUUUUT in unser aller Dasein an.

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Die Kunst des Heilens

 

Der Arzt ist ein Künstler.
Der Trieb, den Leidenden zu helfen,
war die erste Quelle der Heilkunst,
und auch heute muss es so bleiben,
wenn die Kunst rein und edel und für den Künstler
sowie für die Menschheit beglückend sein soll.
Christoph Wilhelm von Hufeland (1762 – 1836), deutscher Mediziner, königlicher Leibarzt von Preußen

 

denn

 

Die edelste Aufgabe der Heilkunst besteht darin, sich selber überflüssig zu machen.
Ludwig Griesselich (1804 – 1848), war Herausgeber der wichtigen homöopathischen Zeitschrift »Hygea«

 

 

Seelenarbeit

 

Kinderaugen sagen so viel, erzählen Bände!
Warum bemühen sich so wenig Menschen darin zu lesen?
Klar und deutlich drücken sie noch all das aus, was die Erwachsenen verbergen,
und die Kinder sollen es von ihnen lernen – das Verbergen –
Man müsste eine Schule gründen,
in der Kinder den Erwachsenen lehren wieder natürlich zu sein, wahr zu sein!
Die Welt würde besser werden und es gäbe weniger psychisch Kranke.
Reden mit den Augen!
Ich traf nur selten einen Erwachsenen,
der diese Kunst beherrscht hat: die Seele nach außen kehren und zeigen wer sie ist.
© Irina Rauthmann (*1958), deutsche Aphoristikerin und Lyrikerin

 

Nachdenkens-Wert

 

Erfahrung, nicht lesen und hören ist die Sache.
Es ist nicht einerlei, ob eine Idee durch das Auge oder das Ohr in die Seele kommt.
Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus, Quelle: Lichtenberg, Sudelbuch F, 1776-1779. [F 288]

 

Aber

 

Die Augen sind die Fenster unserer Seele, in denen unsere Gefühle klar zu lesen sind.
© Kurt Haberstich (*1948), Schweizer Buchautor und Aphoristiker

 

Heilkunst

 

Kunst kann Blindheit nicht heilen,
aber sich selbst sehen lassen.
© Anno Bergmann (*1980), deutscher Künstler

 

Der Ausklang

 

In uns selbst, nicht in der Außenwelt sehen wir die Fülle der Erscheinungen.
Die kleinlichen Menschen kennen in ihrer Leere und Enge fast nichts,
die weiten Seelen umspannen in sich selbst die ganze Welt.
Sie müssen arbeiten, lesen oder reisen, um die ewigen Gesetze zu finden.
Sie müssen sich nur in sich selbst versenken
und in ihren eigenen Gedanken Umschau halten.
Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715 – 1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller, Quelle: Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und herausgegeben von Fritz Schalk, Dietrich’sche Verlagsbuchhandlung zu Leipzig 1938

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Gerne möchte ich euch hier zum Abschluss Weras Internet-Adresse vorstellen, damit ihr euch selbst ein Bild von Weras Schaffens-Reichtum machen dürft:
http://www.wera-fengler.de/#Praxis%20f%C3%BCr%20Heilkunst

Ich wünsche, dass alles euch Befruchtende
wohlig euch zur rechten Zeit erreichen möge und ihr dieses
dann genussvoll spürend in eurem Leben genießen könnt
herzlichst eure Ute Weiss-Ding

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Dasein – Hier und Jetzt – Glaube – Die Magie des Mentalen – Dogmas – Leben http://berlinspirit.de/dasein-hier-und-jetzt-glaube-die-magie-des-mentalen-dogmas-leben/ Sun, 15 May 2016 14:09:49 +0000 http://berlinspirit.de/?p=3373 Wochentipp
Einfach so – (nicht) so einfach
Die Magie des Mentalen

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Leiden, Irrtum und Widerstandskraft halten das Leben lebendig.
Gottfried Keller (1819 – 1890), Schweizer Dichter und Romanautor

Drum prüfe,  was du wirklich aufgeben möchtest – denn Nichts ist jemals so, wie es scheint.

Glaube ist ein Sammelsurium aus:
Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen, Unbewusstem und Einstellungen – um dann in uns als Überzeugung entweder sein Unwesen zu treiben oder in positiver Absicht uns sinnstiftend zu unterstützen.

Gelebtes Dasein – ein perfekter Mix aus Prägungen, Illusionen, Sinnestäuschungen und Zellerinnerungen, delikat fein gewürzt mit der Magie des Mentalen. Des Weiteren auserlesen, würzig schön unterstützt durch unsere ungesunden oder positiven Glaubensmuster. Mehr oder weniger wohlschmeckend offenbaren sich unbewusst oder bewusst unsere Glaubens-Grundsätze formgeworden in der Gegenwart und das Formgebende präsentiert sich dann später in der Zukunft.

ABER: Nur weil ich etwas erkenne oder mir etwas bewusst wird, was mir selbst entgegenwirkt, heißt dies noch lange nicht, dass ich bereit bin, mich davon zu verabschieden.
Veränderungsunwillen, schön unterstützt von innerlichem Widerstand und auch Unwissenheit über das weitere Vorgehen lässt uns gerne im Altbekannten verharren.
Unsere, uns begleitenden kleinen inneren Teufelchen (es gibt jede Menge davon) zum Beispiel wie: Ablehnung, Verletzbarkeit, Schuld, Enttäuschung, Unterdrückung, Bequemlichkeit, Verwirrung oder Abhängigkeit lassen uns ganz spitzfindig zusätzlich Glauben schenken, dass wir doch besser so weiter machen sollten wie bisher.

20-wochentipp-2 Dasein

Upps, ihr könntet folgern – das hatten wir doch schon letzte Woche – jetzt wird der ganze Kram schon wieder aufgebrüht.
Richtig, im letzten Wochentipp ging es „nachdenklich“ um Glaubensmuster betreffend „Mangel-Fülle in unserem Dasein“ und wie sie unsere Sichtweisen und Handlungen in unserem Leben dirigieren.
Konntet ihr schon einige eurer Glaubens-Grundsätze entschlüsseln hin zu einer gesünderen Lebensbejahung?

Es ist wie es ist, ich liebe es meine mich behindernden falschen Glaubensmuster aufzuspüren und zu „beleben“.
Ihr habt richtig gelesen „zu beleben“, insofern ich sowohl das Ausmaß der Behinderung, als auch das mich bisher schützende meiner Glaubens-Formeln bewusst fühlen, spüren möchte.

Tja, denn das alles wird lustig begleitet von Gefühlen und Emotionen.
Zu dem Thema Emotionen und Gefühle gibt es die unterschiedlichsten Theorien, in einem älteren Wochentipp findet ihr mehr dazu :
http://berlinspirit.de/gefuehle-fuehlen-emotionen-spueren-empfindungen-empfinden/

Und weiter geht es:
Denn erst wenn ich mir sicher bin, dass ich das Alte so nie in Frage gestellte „Geglaubte“ aufgeben kann und möchte – ja, erst dann werde ich in der Lage sein mir zu erlauben etwas Neues in mein Leben zu integrieren.

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Zur Info:
Glaubensmuster akzeptierend zu erkennen und gegebenenfalls zu verändern, das ist ein anhaltender Prozess des Wandels.
Ein absolutes „No-Go“ wäre dieses mal schnell zwischen Frühstück und Abendessen erledigen zu wollen.
Wir benötigen:

  • Zeit zur Bewusstwerdung, um zu erkennen, zu spüren und zu fühlen, um dann einsichtig zu werden.
  • Eine Zeit des Prüfens, ob wirklich die Zeit reif ist, um sich vom Überholten, Alten Glaubens-Modell wirklich zu verabschieden.
  • Eine Zeit zum Auszuprobieren, um ein neues Verhalten zu kreieren.
  • Und eine Zeit, um handelnd zu erleben, ob diese neue Einstellung und die dazu passenden Handlungsweisen auch wahrhaftig sich gut für uns und unsere Außenwelt anfühlen.
  • Einfach so – so einfach Zeit zu leben, um unser wahres Ich im Dasein intensiv zum Leben zu erwecken.

20-wochentipp-4 glaubensmodelle

Also lüften wir ein klein wenig den Schleier über die uns innerlich stressenden ungesunden Glaubensmodelle. Schauen wir uns mal an, was es da an netten bekannten oder unbekannten Glaubenssätzen geben könnte, welche uns abschneiden von einem Leben, welches wir gerne leben würden.

Welche zum Beispiel da wären wie:
“Niemand liebt mich, ich bin es nicht wert geliebt zu werden. Ich bin unbedeutend. Ich bin unvollständig. Ich bin ohne Hoffnung. Ich bin wertlos. Lasst mich bloß alle in Ruhe. Ich bin schuld daran, dass da wo ich bin Schlimmes geschehen wird. Immer geschieht etwas Schreckliches. Immer werde ich benachteiligt. Ich bin nicht gut genug. Es ist unverzeihbar, was andere mir angetan haben. Ich mache andauernd Fehler. Ich darf keinen Fehler machen. Immer muss ich alles alleine machen. Alles ist so schwer. Ich muss immer leisten. Ich verdiene nur Geld, wenn ich hart und viel arbeite. Ich verdiene es nicht, dass es mir gut geht. Das Leben ist unfair. Die Welt ist unfair. Die Menschen sind verlogen. Ich bin unfähig und andere sollen für mich machen. Und so weiter, und so weiter …“

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Werden wir unserer Glaubenssätze habhaft, können wir uns daran machen diese zu verändern. Schaut euch an, welche Desaster sich wie ein roter Faden durch euer Leben schlängeln. Wen macht ihr dafür verantwortlich? Nach dem Gesetz der Anziehung, macht es Sinn seiner eigenen Beteiligung an den Geschehnissen im Außen auf die Schliche zu kommen.

Wenn ich zum Beispiel denke: „Ich bin nicht gut genug“, werden mich noch ganz andere unbewusst, innerlich geführte Glaubens-Dialoge boykottieren und ein Leben führen lassen, welches nur begrenzte Erfolge beruflicher und privater Natur zulässt.
Hinzu kommen noch diffuse Angstgefühle in vielfacher Form wie z. B. Verlustängste wie Prestigeverlust, Verunsicherung etc.
Hier wird mich das Gesetz der Bestätigung einholen und immer wieder Situationen erleben lassen in denen ich irgendwann scheitere, in welcher Form auch immer. Und das kann wunderbar an eine ganze Generation weitergereicht werden, schicksalshaft verflochten mit dem Unbewussten durch die Schreckensherrschaft der Wiederholung.

20-wochentipp-6 glaubensdialoge

Ich zum Beispiel wiederhole die Szenerie der Verunsicherung bis heute, die mir meine Großmutter weitergereicht hat. Ein starkes Glaubens-Muster hat die Kraft verstandesgemäß komplett logisch zu argumentieren – hier wie in meinem Fall bin ich aufgerufen mir meine unterentwickelten oder nicht vorhandenen Fähigkeiten anzuschauen und mir diese zu vervollständigen und zu erarbeiten. Nur dann habe ich eine Chance aus meinem mich hindernden Verhalten auszusteigen.

Dazu habe ich von meiner Natur aus eine altruistische innere Einstellung, welche sich durch Uneigennützigkeit und Selbstlosigkeit kennzeichnet. Ich denke mir bei meinem Verhalten, wie z. B. Rücksicht auf Andere zu nehmen, überhaupt nichts – wohl aber machen mich ausgemachte Egoisten nervös, welche immer nur an ihren eigenen Vorteil denken. Ergo ist die Anlage, auch die Fähigkeit zur eigenen „Ichstärke“ bei mir nicht sonderlich ausgeprägt, also heißt es lernen, wie es sich anfühlt selbst eine Egoistin zu sein, um von einem Pol aus in den anderen zu wechseln und neue Fähigkeiten für ein gesünderes Leben zu entwickeln.
Offensichtlich müssen wir Menschen der Tatsache ins Auge schauen, dass unsere Gefühlsreaktionen uns aufzeigen wollen, dass etwas in unserem Leben fehlt, wie zum Beispiel Durchsetzungskraft, Abgrenzung, Genuss-Fähigkeit, Selbstbestimmung usw.

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Immer mit dabei ist die lieblich diffuse Polarität begleitet von hin und her schaukelnden Gefühlen. Beleuchten wir unsere Gefühle, werden wir unserer vorhandenen und auch fehlenden Fähigkeiten bewusst. Es muss uns eh bewusst werden, dass wir es sind, die die Wirklichkeit in „Gute und Böse Pole“ durch unsere Maßstäbe trennen. Es gibt nicht nur den einen Pol, das Leben ist viel zu vielschichtig, als dass es nur Gut und Böse gibt.  Zum Beispiel gibt es den Pünktlichen und Unpünktlichen, die Wertung macht den einen zum Guten den anderen zum Bösen. Aber es gibt aus der Sicht des Lebens Situationen eines jeden Menschen in denen es z. B. sogar angebracht ist unpünktlich zur Arbeit, Treffen zu erscheinen, denn wer will schon mit Raserei einen Autounfall riskieren.  Wir dürfen sehr wohl lernen es uns zu erlauben auch die anderen Pole zu leben um ganz zu werden – denn nur wer fühlend versteht, wird erwachsen GANZ werden.
Wenn wir gänzlich in der Lage sind diese beiden Gegenpole in ihrer Ausgeprägtheit wahrzunehmen, dann sind wir fähig die Gesamtheit des (unseres) Lebens sinnstiftend zu verstehen.

Meine Lieben, schaut hin, was schwächt euch und was nährt euch.
Schaut wohin euer Blick euch führt – denn gar köstlich verborgen ist die Illusion in der Wahrnehmung der sogenannten Wirklichkeit. Lernt euch fühlend, spürend kennen mit all euren fehlenden und vorhandenen Anlagen und Fähigkeiten, denn das fühlt sich aber sowas von einem lebendigen, genüsslichen und wohligen GUUUT in eurem Leben an.

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Ursprung

 

Gefühle, lebendig begraben unter einer ganz dicken Schicht Vernunft und Disziplin …
Hüte dich vor dem Tag, da ein Wort, ein Blick oder eine Geste sie zu neuem Leben erwecken, denn dann … werden sie dich begraben.
© Gabi Künzel (*1964), Schriftstellerin

 

Aktion

 

Lebendig ist, wer stark und edel strebt.
Die andern leben nicht, sie werden gelebt.
Friedrich Lienhard (1865 – 1929), deutscher Schriftsteller, und von 1920 – 1928 Herausgeber der Zeitschrift »Der Türmer«; Vorkämpfer der Heimatkunst; schrieb Dramen, Essays, Gedichte, Aphorismen und Romane

 

Denn

 

Das Leben stellt uns täglich
neue Prüfungsaufgaben,
damit wir lebendig bleiben.
© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, Quelle: Ferstl, Wegweiser, 2005

 

Und

 

Nichts entledigt uns der Aufgabe, unser Leben zu meistern.
Und wer lebendig bleiben will, muss sich entwickeln, muss den Mut zum Wandel aufbringen.
Unbekannt

 

Handlung

 

Gequält war‘ er [Faust] sein Leben lang,
Da fand er mich auf seinem Gang,
Ich macht‘ ihm deutlich, dass das Leben
Zum Leben eigentlich gegeben.
Nicht soll in Grillen-Phantasien
Und Spintisiererei entfliehen.
So lang man lebt, sei man lebendig.

 

Denn

 

Genieße mäßig Füll und Segen,
Vernunft sei überall zugegen,
Wo Leben sich des Lebens freut.
Dann ist Vergangenheit beständig,
Das Künftige voraus lebendig,
Der Augenblick ist Ewigkeit.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann, Quelle: Goethe, Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827, Gott und Welt, aus dem Gedicht: Vermächtnis

 

Belohnung

 

Das Leben hat mich endlich wieder. Lebendig werden meine Glieder.
Ich bring der Welt das große Glück und dieses strahlt auf mich zurück.
© Irina Rauthmann (*1958), deutsche Aphoristikerin und Lyrikerin

 

Lebenspoesie

 

Was ist Glück?

 

Sich eins zu fühlen
mit dem Menschen, den man liebt.

 

Sich eins zu fühlen
mit dem All, das uns umgibt.

 

Sich eins zu fühlen
mit dem Baum, dem Stein, der Kreatur.

 

Sich wohl zu fühlen
im Gespräch, das die Gedanken höher fliegen lässt.

 

Sich dankbar fühlen
für das, was Dir das Leben bietet.

 

Sich ganz bewusst zu sein
des Körpers, den die Seele erst lebendig macht.

 

Sich schöpferisch,
gestaltend zu erleben.

 

Sich rühr’n zu lassen
von Musik, die Dich erfüllt, in Schauer hüllt.

 

Sich einzulassen
auf ein Buch, das Dir die neue Dimension erschließt.

 

Sich einzulassen
auf das Leben mit all seinen Facetten.
© Barbara Schwarz (*1946), Schreibende

Ich wünsche euch, dass alles euch Nährende in seiner Zeit
aus der strömenden positiven Magie des Mentalen auftaucht
und dass ihr dieses Lebendig-Sein
dann genussvoll spürend in eurem Leben genießen könnt
herzlichst eure Ute Weiss-Ding

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Unbewusstes – Glauben – Fülle – Mangel – Illusion http://berlinspirit.de/unbewusstes-glauben-fuelle-mangel-illusion/ Sun, 08 May 2016 15:00:17 +0000 http://berlinspirit.de/?p=3351 19-wochentipp-Titelbild fülle mangel

Wir glauben, auch wenn wir glauben, nicht zu glauben.
© Marion Gitzel (*1947), Schriftstellerin

Kindheit und ihre Prägungen – Unauslöschlich geworden in unserem Unterbewusstsein, in jeder Zelle unseres Körpers –  von Anbeginn unseres Daseins – Gefühltes,  Erlebtes, Geglaubtes, Gedachtes – bleibt verankert.
Empfindungen, die wie Gift in unserem Körper und in unserem Geist bis heute noch als Erwachsene uns immer noch unwissend, alles beherrschend auf falsche Fährten locken und unser Selbst vernebeln können.

Bewusster Glauben kann stärken und Kraft verleihen.
Denn wie schrieb schon Henri Frederic Amiel (1821-1881) – ein Schweizer Schriftsteller und Philosoph:

Glaube ist Gewissheit ohne Beweise.

Unbewusstes Glauben kann, so mehrdeutig wie es daher kommt, unsere Einsicht verzerren, schön in unserem Unterbewusstsein als Glaubens-Grundsatz verankert.
Wunderschöne Stilblüten treibend zeigt sich dies in unseren Handlungen im Außen, was sich in Ansichten, inneren Bildern, Anschauungen und dem Festhalten an Täuschungen manifestiert. Dieses wird dann noch fein angeheizt durch unsere Gedanken, unser Denken.

Ich befand die Worte von Honoré de Balzac (1799-1850),  einem französischen Schriftsteller, als sehr beruhigend, betreffend dem unbewussten Glauben auf die Schliche zu kommen:

Das intuitive Erkennen ist ein Erraten der Wahrheit, ein wahr-raten.

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 Oh je, ein Nachdenker-Wochentipp mit dem bewussten Glauben oder doch wahrscheinlicher den uns beherrschenden unbewussten Glaubens-Mustern, welche uns sowohl im Mangel, als auch in der Fülle mit all unseren täuschenden, begehrenden Begehrlichkeiten, Blendwerken, Wunschbildern und Einbildungen gerne im „Mangel- oder im Fülle-Denken“ gefangen halten.
Betonung liegt auf dem „Denken“, denn das, was ich tagein, tagaus unbewusst an Gedanken denke, wird sich meist im Außen manifestieren. Unsere Gedanken sind Kräfte, welche das zentrale Nervensystem zum entsprechenden Reagieren und Handeln anstößt. Vereinfacht ausgedrückt, speichert unser Gehirn alles, was es je verarbeitet hat an Gehörtem, Widerfahrenem, Gefühltem ohne Wertung und somit als richtig in unserem Unterbewusstsein ab. Dem Unterbewusstsein als Speicherstelle ist es schnurz piep egal, ob seine erhaltenen, dann gespeicherten Infos für uns gesund oder ungesund, förderlich oder lebenszerstörend waren.
Ergo, kommt niemand daran vorbei sich seine Glaubens-Grundsätze oder Glaubens-Muster bewusst zu machen, sei es durch eigene Kraft oder durch die Hilfe eines Therapeuten.

Denn der unbewusste Glauben, an was auch immer, wird beharrlich stärker sein, als jeder aufgesetzte Wille.

19-wochentipp-2 glaubensätze fülle mangel

Wenn wir zum Beispiel aus einfachen, bildungsarmen Verhältnissen entstammen und es aus eigener Kraft geschafft haben uns Bildung und eine gute Position zu „erarbeiten“, wird unser wollende Wille dieses „ich will dies oder das schaffen“ uns nur begrenzt nach oben steigen lassen.
Denn wenn der unbewusste Glaubens-Grundsatz zum Beispiel von  „ich bin nicht gut genug“ unerkannt sein Unwesen treibt, wird dieses Glaubens-Muster, bis es erkannt wird, uns so manche Chance nicht erkennen lassen oder uns umtriebig gegen uns selbst handeln lassen.
Es ist wie es ist, diese tief verankerten Glaubenssätze sind einfach vorhanden und uns oft nicht bewusst, da kann man sich noch so oft Fülle, Erfolg usw. wünschen oder mit positiven Affirmationen arbeiten.
Wenn man nicht wirklich aus tiefster innerer Überzeugung an die Berechtigung seiner ausgesendeten „Wunschziele“ glaubt, wird auch das ganze Fokussieren seiner Gedanken auf seine Absichten nichts nützen.
Besser viel besser ist es seine Glaubensgrundsätze im Leben ausfindig zu machen.
Macht euch einen nach dem anderen bewusst und zum wirklich guten ehrlichen Freund – so ein Freund kann einen vor so mancher Dummheit dann auch schützen.
Leider kenne ich  niemanden, auch solche nicht, die wie ich mit NLP gearbeitet haben, die in der Lage sind ihre Glaubens-Grundsätze wirklich umzuprogrammieren. Also ist es gesünder und besser sich einen erkannten Glaubens-Grundsatz-Freund zuzulegen. Denn wenn erkannt wird, wie veraltet dieser Satz ist – wird er seine Bedrohung verlieren. Ich persönlich finde die Arbeit mit sich und „The Work“ als sehr hilfreich um zum Beispiel unbewusste Gedanken, welche immer wieder automatisch ablaufen, zu erkennen, „umzuarbeiten“ und somit auch Gewohnheiten zu verändern.
Mentales Training braucht Zeit, viel Zeit.
Das ist ein Prozess, der viel Kraft aber auch Pausen beinhaltet. Nur die Heilung unserer psychischen und auch physischen Gesundheit erfordert dann halt als Preis die Prioritätsstufe 1 in unserem Leben.

19-wochentipp-3 mentales training fülle mangel

Was ist Fülle – ist dies nur eine Ansammlung von Materie oder die „Freiheit“ des Denkens?

Nichts Neues, denn bei dem Wort Fülle denken die meisten von uns als erstes an etwas Monetäres. Per se nichts schlechtes, nur ist die Polarität hier schon wieder feinsinnig umtriebig mit einem leisen Mangeldenken voll mit dabei.
Besser viel besser ist es meine Auslegung vom Begriff der Fülle klar mit Eigenschaften und dem, was für mich Fülle in meinem Dasein ausmacht, namentlich zu benennen. Denn was ich unter Fülle verstehe, ist für einen anderen Menschen unverständlich, weil er eine ganz andere Historie hat als ich.
Tja, und vielleicht ist die Fülle in meinem Leben dann ein Leben in Fülle, geformt von Erfolg, Wohlstand und Lebenszufriedenheit durch meine ethische Geisteshaltung, welche geprägt ist von Selbstbestimmung, Zuversicht, Dankbarkeit und Achtsamkeit mir und anderen gegenüber.
Unser Unterbewusstsein sorgt wahrlich zuverlässig dafür, dass unser sorgfältig abgespeicherter Gefühls- und Verhaltensplan automatisch abläuft. Und das lässt uns dann als Folge auf diesen Plan mehr oder weniger reagierend handeln, ob dann auf Fülle oder Mangel sei euch überlassen.

Hierzu dürft ihr euch gerne selbst die folgenden Fragen beantworten.

  • Was empfinde ich bei dem Begriff der Fülle –  spüre ich meinen Wohlstand, mein Wohlergehen?
  • Was bedeutet Fülle für mich – Reichtum oder gibt es dafür noch andere Begrifflichkeiten?

19-wochentipp-4 was is fülle fülle mangel

Nun wollen wir uns noch gelassen eine klitze-kleine Kleinigkeit betreffend des Mangels anschauen.

Denn Mangeldenken beinhaltet gerne Neid – mit all seinen ganz und gar förderlichen neidischen Gedanken. Ja ihr habt richtig gelesen, denn wenn ich mir erlaube Neid wahrhaftig zu fühlen und ich mir eingestehe, dass ich neidisch bin, so werde ich über kurz oder lang wissen, woran es mir in meinem Leben oder einer Situation wirklich mangelt.
Wenn ich weiß, woran es mir in meinem Leben mangelt, dann kann ich entscheiden, was ich tun darf, um meinen Mangel in Er-Füllung umzuwandeln. Und ob ich dafür bereit bin mir meine Gedanken bewusst zu machen und meine Gefühle erlaubend zu spüren und auch auszuhalten. Ob ich wirklich die Bereitschaft für das Umsetzen besitze oder auch die nötige Anstrengung für mein Begehren auch wahrlich erbringen möchte.

Fragen über Fragen, die schon alle eure Antwort in sich bergen:

  • Was ist Mangel – ein Gefühl nie genug von allem zu haben?
  • Was empfinde ich bei dem Begriff des Mangels – spüre ich meine Bedürftigkeit, meine Armut oder mein Elend?
  • Was bedeutet Mangel für den Einzelnen – dass immer andere „Schuld“ daran sind, dass es einem schlecht geht, in welchem Bezug auch immer?
  • Was setzt der Begriff der Fülle für Assoziationen im Einzelnen frei – Begierde oder Wunsch oder eine persönliche Zielsetzung?
  • Was setzt der Begriff des Mangels für Assoziationen im Einzelnen frei –  Begierde oder Wunsch oder eine persönliche Zielsetzung?

Fülle oder Mangel? 
                      Wieviel Macht hat das Unbewusste, das Unterbewusstsein?
Ist alles nur eine Illusion unseres Denkens?

19-wochentipp-5 Illusion fülle mangel

Meine Lieben, genug des Nachdenkens meinerseits über Glauben, unbewussten Mangel und Fülle.
Ade, der Ego tanzenden Überheblichkeit, denn diese ist eh nur ein Mangel an Menschenkenntnis und Selbsteinschätzung.
Wenden wir uns hin zu unserer eigenen uns innewohnenden Macht, uns selbst und somit auch andere Menschen (ok, nicht alle) zu lieben und wertzuschätzen, denn ein respektvoller Umgang mit uns selbst wird sich dann garantiert fortsetzend auch im außen sichtbar, frohsinnig manifestieren und das fühlt sich flugs aber sowas von einem  erfrischenden, sich achtenden Miteinander-Austauschen und füllig wohligen GUUUUT in unserem Leben an.

19-wochentipp-6 GUUUUT fülle mangel

 

Klingt kryptisch und ist so wahr…

 

Die meisten Menschen fühlen nicht,
sie glauben zu fühlen;
sie glauben nicht,
sie glauben zu glauben.
Denis Diderot, (1713 – 1784), französischer Philosoph der Aufklärung, Schriftsteller, Enzyklopädist, Literatur- und Kunsttheoretiker

 

und

 

Glauben heißt nicht wissen.
Wilhelm Weitling, (1808 – 1871), deutscher Frühsozialist, Schneidergeselle, schloss sich 1836 in Paris dem »Bund der Geächteten« an; Anhänger von L.A. Blanqui; beeinflusst von C.H. Graf Saint-Simon, entwickelte Weitling eine Theorie des Kommunismus, Quelle: Weitling, Das Evangelium des armen Sünders, 1845

 

… und was sagt der Mangel dazu?

 

Mangel an Fröhlichkeit ist meist auch Mangel an Menschlichkeit.
Edvard Grieg, (1843 – 1907), norwegischer Komponist

 

folgend

 

Der Mangel macht uns jeder Sünd‘ ergeben.
William Shakespeare (1564 – 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter, Quelle: Shakespeare, Die beiden Veroneser (The Two Gentlemen of Verona), entstanden 1589-1593, erste Druckfassung 1623

 

denn

 

Mangel und Verlust sind die Eltern der Habgier.
© Gerrit Donat (*1978), Autor und Werbetexter

 

beherzigenswert

 

Überfluss und Mangel machen blind.
© Ernst Ferstl, (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, Quelle: Ferstl, Gedankenwege, Brockmeyer Verlag, 2009

 

Argumentationen der Fülle

 

Die Fülle des Möglichen ist der Feind des Wirklichen.
© Peter Amendt (*1944), Franziskaner, Quelle: »Wenn das Leben uns lehrt«

 

korrekt

 

Fülle braucht Leere, um sich zu erfüllen.
© Andreas Tenzer (*1954), deutscher Philosoph und Pädagoge

 

aber

 

Fülle des Herzens ist der Sonnenschein des Lebens.
Johann Friedrich Schink (1755 – 1835), deutscher Schriftsteller, Quelle: Schink, Lina von Waller. Ein Trauerspiel in drei Aufzügen. Bei Christian Friedrich Himburg, Berlin 1778. 2, Auftritt, Sievers

 

denn

 

Ohne den Mut zu einem Leben in Fülle,
bleiben nur zwei Fluchtmöglichkeiten:
ein halbes Leben oder ein Doppelleben zu führen.
© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, Quelle: »Lebensspuren« erschienen im Geest-Verlag

 

Glaubensbekenntnis

 

Mit Glauben allein kann man sehr wenig tun, aber ohne ihn gar nichts.
Samuel Butler,1835 – 1902, britischer Schriftsteller, Komponist, Philologe, Maler und Gelehrter.

 

abschließend das A und O

 

Die Fülle des Lebens ausleben – gibt ihm erst Sinn.
© Helmut Glaßl (*1950), Thüringer Aphoristiker

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An dieser Stelle möchte ich meiner Freundin Nette Löffler von der Galerie Zeitschichtungen danken, die mir immer wieder gerne inspirierende Fotos aus ihrer umfangreichen Stiche-Sammlung zur Verfügung stellt.

Ich wünsche euch, dass ihr diese Woche nutzt
wandlungsfähig mit euch selbst und eurer Umwelt
achtsam und aufmerksam umgeht und dieses dann
genussvoll in eurem Leben genießen könnt
herzlichst eure Ute Weiss-Ding

 

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Monats-Prognose Mai – Ein Monat der munteren, ruhelosen Energien & Veränderungen. http://berlinspirit.de/monats-prognose-mai-ein-monat-der-munteren-ruhelosen-energien-veraenderungen/ Sun, 01 May 2016 15:00:13 +0000 http://berlinspirit.de/?p=3334  18. Wochentipp – Thema
Einfach so – (zeitlos) so einfach
VORSCHAU Mai 2016

18-wochentipp-mai vorschau

Du kannst deine Zukunft nicht vorhersagen, aber gestalten!
Unbekannt

Die Mai-Schwingung 2016 und diesmal als Spezial-Frage: Wie treffe ich Entscheidungen.

Entwicklung:

Was für ein zauberhafter Monat, getragen von einer Energie des rastlosen und quirligen Wandels auf der einen Seite und auf der anderen Seite eine schwingungsvolle Dynamik von Souveränität und Weisheit.
Na, wie toll ist das denn, die Polarität ist wie immer mit im Bunde.

Wie soll es auch anders sein – wir mögen es aufregend.
Friedlos oder Friedvoll – hier scheinen viele Möglichkeiten zu locken.
Der Mai eine Zeitschwingung, voll von vielen Ideen, Gedanken und Vorhaben.

Verstehendes Verständnis und Umsetzung hängen davon ab, welche „Projekte“ sich nach reiflicher, auf den Grund gehender Prüfung, in der Gestaltung als gesund umsetzbar zeigen.
Aktives und entschlossenes Handeln erleichtert es uns allen mit dieser unsteten Zeit der ruhelosen Veränderungen fertig zu werden und widerstandsfähig zu bleiben.
Machtinhaber und Autoritäten werden uns ihre Überlegenheit und Weisungsbefugnis sowie das Gesetz in Form von Machtdemonstrationen, egal ob in der Politik, der Firma oder in der Familie als Zeichen ihrer Herrschaft spüren lassen. Jedes greifbare, ach so alternativlos begründete Mittel wird den „Oberhäuptern“ recht sein, um ihre Autorität, wenn vonnöten, zu bestätigen.

18-wochentipp-mai vorschau 3Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, 1875-1911, litauischer Maler

Wir werden oft uneins sein  mit der vorherrschenden, bestehenden Auffassung und den Urteilen der Entscheider. Doch ist uns auch in dieser Zeit ein erkennendes Verständnis für die großen Zusammenhänge und eine verständige Beurteilung in die uns umgebenden gesellschaftlichen Strömungen wohl gegeben. Dazu sind wir aufgerufen den eigenen Verstand mutig zu nutzen, auch wenn es mal unkonventionell zugeht. Bleiben wir uns, einfach so – so einfach, selbst treu.

18-wochentipp-mai vorschau 2Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, 1875-1911, litauischer Maler

Worauf sollte im Mai 2016 geachtet werden?

Gruselig ist die Mai-Energie nur für diejenigen, welche es verabscheuen sich innerhalb der Fülle, der sich ihnen darstellenden Veränderungen – egal ob im Weltengeschehen oder im Privaten – orientieren und entscheiden zu müssen.
Köstlich wird es für diejenigen, die Veränderungen eh wie ein Abenteuer lustvoll genießen können.
Die Schwingung der dauernden Veränderungen ist überall zu spüren, sie verlangt von uns allen aktiv zu bleiben und zu lernen, sich immer wieder auf Neues einzustellen.
Statt an festen Plänen festzuhalten, wäre es in diesem Monat günstiger sich für neue Erlebnisse oder auch neuen Erkenntnissen zu öffnen. Ereignisse treffen meist schnell und unerwartet ein, da ist man gut beraten innerlich frei zu sein und dann die neuen Erfahrungen bereitwillig aufzunehmen.
Schmerzhafte Erkenntnis- und Entscheidungsprozesse, sind oft notwendig um den eigenen Weg beschreiten zu können.
Ursachen und Motive ergeben die Zusammenhänge, wir sind aufgerufen zu untersuchen, hinzuschauen und hinzuhören. Klarheit zu erlangen, kann ein großer Schritt hin zur eigenen Unabhängigkeit sein.

18-wochentipp-mai vorschau 4Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, 1875-1911, litauischer Maler

Machwerk:

Der Mai ist ein durch und durch günstiger Zeitpunkt euren stagnierenden Lebensumständen adieu zu sagen und Ausschau nach neuen Möglichkeiten zu halten. Es ist ein wunderbarer Monat, der mit seiner Energie unseren Hunger nach geistigem Wachstum und Entwicklung förderlich unterstützt. Schaut euch absichtslos um in eurem Umfeld nach Bildungsangeboten oder Kursen, welche euch schon lange interessiert haben, vom Handwerklichen bis hin zum Lernen neuer Sprachen.
Konfrontationen mit Situationen, welche in der Entscheidungsfrage zwei oder mehr Wege aufzeigen, verlangen nach Beweglichkeit, denn die getroffene Entscheidung kann hin zu einem Wendepunkt in eurem Leben führen.
Es ist eine Zeit in der wir sowohl gerne physisch als auch geistig reisen.
Achtet darauf wohin ihr eure Füße setzt und eure Hände hinbewegt. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Im Mai ist halt noch mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit angesagt – vom Straßenverkehr bis hin zum Werkeln im eigenen Haushalt.

18-wochentipp-mai vorschau 5Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, 1875-1911, litauischer Maler

Bei all euren Handlungen setzt euren Verstand klug und weise im Vorfeld ein, denn damit kann man der ruhelosen, nervösen Energie dieses Monats am besten begegnen.
Für diejenigen, welche selbst und ständig in Sachen eigener Selbstständigkeit unterwegs sind, ist dies ein himmlischer Monat um für sich selbst oder für ihr Produkt zu werben. Durch ausdrucksstarke Beredsamkeit fällt die Kommunikation leicht.

Bäumchen wechsle dich – Entscheidungen, welche schon lange bewusst oder unbewusst vor sich hergeschoben wurden, können im Mai eine Umgestaltung in welcher Form auch immer, im Beruf, in der Partnerschaft, in der Politik, im Weltengeschehen, im Allgemeinen dann in Richtung Wandlung treiben und dann auch den einen oder anderen Lebenswandel entscheidend verändern.
Bei Geldanlagen bitte auf eine seriöse gute Beratung achten. Gute Anlagen vermehren sich zurzeit von alleine.

18-wochentipp-mai vorschau 6Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, 1875-1911, litauischer Maler

Meine Lieben, es kann sein, dass ihr selbst ein ganz starkes Bedürfnis nach Veränderungen in eurem Leben erfahrt. Es ist meist unser eigenes Unterbewusstsein, welches uns anstupsend gerne Situationen erleben lässt, die wir so nicht haben wollten.
Selbstdisziplin – die Selbstbeherrschung ist eine innere Haltung, die wir alle lernend beherrschen sollten, denn sie ist ein wegweisender Öffner in Richtung erfolgreiches Handeln. Benutzt diese wundervolle Fähigkeit, denn sie hilft uns ungeduldige Energien mit klarerem Kopf zu begegnen und uns entschlossen gesünder handeln zu lassen. Einen Wendepunkt in seinem Dasein aussichtsreich zu gestalten, das fühlt sich dann aber so etwas von einem lustvollen, neugierigen, lebendigen und vorausschauenden GUUUUT in unserem Leben an.

18-wochentipp-mai vorschau 7Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, 1875-1911, litauischer Maler

Special-Frage:
–  Entscheidungen in Zeiten von Veränderungen zu treffen und dabei alle seine eigenen Vorstellungen, Wünsche und auch Ängste klar erkennend auch noch mit zu berücksichtigen –
Wie soll ich da herangehen?
Die Wahl der Qual bei einem Zuviel an Möglichkeiten bringt Stress und vor allem Unzufriedenheit.
Was also tun in der Vielfalt der Handhabungen?
Als erstes ist es immer gut das Problem-Thema erkennend namentlich klar zu benennen.
Ist dies erst einmal klar benannt, kann ich mich Entscheidungskriterien zuwenden, denn mein Bauchgefühl, Fakten und Eingebungen spielen da schließlich eine tragende Rolle.
Gut beraten ist, wer jetzt für Klarheit sorgt betreffend seines Denkens und was sein Bauchgefühl angeht, denn die vielen verschiedenen Anlässe oder Geschehnisse werden von Menschen gestaltet, also kann Mensch diese auch nachdenkend und in sich hineinspürend lösen.
Wichtige Entscheidungen in seinem Leben zu treffen, sind von einem Prozess der Findung begleitet, das ist kein Zaudern, sondern klug. Kein Mensch kommt als Schnell-Entscheider oder als zaudernder Grübler auf die Welt.

18-wochentipp-mai vorschau 8Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, 1875-1911, litauischer Maler

Hier folgen nun schon meine Lieblingsfragen bei meiner Entscheidungsfindung:

Was nährt mich und was schwächt mich?
Nährt es mich oder schwächt es mich?
Was bringt es mir unterm Strich?

Da habe ich auf jeden Fall für mich schon einmal geklärt, welchen Preis ich auf keinen Fall bereit bin zu bezahlen und welcher Preis mir keine Schwierigkeiten bereiten wird.
Denn alles im Leben hat seinen Preis und ich bin aufgefordert genau hinzuschauen und hinzuhören.
Zum Beispiel, ob ich dazu bereit bin meine „ungeliebte Arbeit zu behalten oder zu wechseln“.
Auf der einen Seite der zu bezahlende Preis von angeblicher Sicherheit, welcher aber als stressende Abhängigkeit erlebt wird (hier krank zu werden ist vorprogrammiert) oder besser nach anderen Möglichkeiten Ausschau zu halten, auch wenn ich damit weniger Geld zur Verfügung hätte, was mir aber Angst macht.
Welcher Preis wiegt höher? – Nein, das ist nicht einfach zu beantworten, wenn da noch Gefühle und Glaubensgrundsätze munter ihren Brei mitköchelnd mit einbringen.
Hier gilt es seinem eigenen stressenden Teufelskreis-Denken auf die Spur zu kommen und Denkfehler zu vermeiden. Hier ist individuelle Verantwortung mir selbst gegenüber gefragt.

Haltet inne und macht euch eure Gedanken bewusst, nur so kommt ihr eurem euch lähmenden Zaudern und verantwortungsunwilligen Nicht-Handeln auf die Spur.

18-wochentipp-mai vorschau 9Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, 1875-1911, litauischer Maler

Entscheidungen zu treffen, ist eine lustvolle Angelegenheit. Wenn wir es lieben Entscheidungen zu treffen, wird sich unser Leben einfacher gestalten.
Ein Zuviel an Informationen lässt mich ewig hin und her zweifeln, dies in Verbindung mit einer zu großen Menge an offen gehaltenen Optionen und schon habe ich meinen perfekt inszenierten Selbstbetrug eingeleitet.
Besser, viel besser ist es auf sein Bauchgefühl zu hören und es namentlich zu benennen, als nach einer perfekten Lösung zu streben.
Egal wie schwer eine Entscheidung wiegt, jeder darf seine Entscheidungen für sich selbst auslegen und die Verantwortung für sein Handeln tragen.
Ich liebe es Fehler zu machen, denn diese haben mich Erfahrungen sammeln lassen und mein Leben bereichert. Allerdings achte ich darauf Fehler nur einmal zu machen, auch lasse ich mich ungern von gemachten Erfahrungen gängeln, denn alles im Leben hat zwei Seiten.

Situationen oder Geschehnisse können sich zwar ähneln, aber sie geschehen zu einer anderen Zeit und auch wir haben uns weiterentwickelt. Also achtet bei neuen Entscheidungen auf eure Gedanken, auf euer begleitendes Denken, denn ich muss mich nur entscheiden, was für mich im Leben in der jetzigen Situation auf längere Sicht hin bekömmlicher ist. Ein Hoch auf das Bauchgefühl getragen von dem, was ich glaube …
Einfach so – so einfach, trefft eure Entscheidungen und macht dann einfach.

18-wochentipp-mai vorschau 10Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, 1875-1911, litauischer Maler

Ich wünsche euch, dass ihr die Mai-Qualität,
einfach so – so einfach, voller Wandel
entscheidungsfreudig, genussvoll in euer Leben einladet
herzlichst eure Ute Weiss-Ding

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– Surprise, surprise – Impressionen aus dem glanzvollen neuen Lookbook von meinem Lieblings Visionär der Berliner Mode-Design-Szene – mit einer zauberhaften Überraschung für mich… http://berlinspirit.de/surprise-surprise-impressionen-aus-dem-glanzvollen-neuen-lookbook-von-meinem-lieblings-visionaer-der-berliner-mode-design-szene-mit-einer-zauberhaften-ueberraschung-fuer/ Sun, 24 Apr 2016 13:00:59 +0000 http://berlinspirit.de/?p=3310 17. Wochentipp ­– Thema
Duftig Zärtlich
der Frühling
mit Mathias Maus
– symbolisch „en vogue“ glamourös –

nette kirschen rahmen

Frühling

Wenn im Morgengraun des Frühlingstages ich die Berge ringsum überschaue,
holde Blütenschau, da ist kein Winkel, wo nicht weiße Blütenwolken schweben.
Dichtergrüße aus dem Osten, 1895, Japanische Dichtungen übertragen von Prof. Dr. K. Florenz in Tokio, erschienen in Leipzig C.F. Amelang’s Verlag,

Mitten ins Herz getroffen, passiert mir nicht oft, aber dieser verrückte Herr Maus kam gutgelaunt zu Besuch und überreichte mir mit spitzbübig blinkendenden Augen eine pinkfarbene große Papiertüte.
„Für dich“! Bussi rechts, Bussi links und ich stand etwas verdattert da.
Hm, Herr Maus ist ja berühmt berüchtigt für seine ausgefallenen Gastgeschenke.
Ich gebe zu – ich bin immer wieder auf ein Neues von seinen mich erfreuenden Mitbringseln verblüfft und entzückt. Bedürfnisse bei anderen Menschen wahrzunehmen ist eine Kunst, die Matthias aus dem FF beherrscht. Er lässt seine Achtsamkeit und Aufmerksamkeit absichtslos zu den Menschen hin fließen. Da wo ich alles aufschreiben muss, ich bin halt eine vergessliche Liesel, da speichert er alles wie selbstverständlich auf Dauer in seinen kleinen grauen Zellen ab. Wie oft hat er mich schon mit Dingen überrascht, die ich schon längst in den Gefilden der trüben Vergesslichkeit abgelegt hatte.17-wochentipp-mausi

Aber vielleicht ist das ja auch sein Geheimnis für seine vielen außergewöhnlichen Ideen, was seinen extravaganten, smarten Style, egal ob für die holde Weiblichkeit oder für den eigenwilligen, stylischen Herrn ausmacht. Schaut euch sein Lookbook auf Facebook an, das sagt alles…
Hier könnt ihr euch gerne selbst von seinen wunderschönen Kleiderwerken überzeugen.
Facebook: Matthias Maus Mbrilliant Lookbook „The Tempest“ A/W2016/17 –
So einfach, einfach so – köstlich inspirierend anzuschauen …

17-wochentipp-tasche pink rahmen

Nun wollt ihr sicherlich gerne wissen, was sich in dieser pinken Papiertüte verbarg.
Unglaublich und wahrhaftig schaute ich auf einen goldenen dicken Reißverschluss unter dem sich ein mit Schachbrettmuster versehendes rundliches Gebilde erkennen ließ – an einer goldenen Kette zog ich dann eine seiner designten Symbol-Taschen heraus.
Frohsinnige Freude pur, denn nun darf ich diese herrliche Tasche – ok, nicht so anmutig, fashionable, schwingend wie seine Models, aber dafür elegant tragend, spazieren führen.
Stylisch in Weiß und Schwarz – passend zu meiner Lieblings-„Farbe“ Schwarz, aber bitte nur bei meinem Kleidungsstil. Was soll ich schreiben – meine Lieblinge die  Symbole, die Farben Schwarz und Weiß in Kombination zu einem Schachbrettmuster verarbeitet – allet vorhanden, det is einfach nur jut und schön …

17.-Wochentipp_ute-tasche-3er-set rahmen

Ich liebe den Teil seiner neuen Kleider, die über und über von Hand mit Symbolen bedruckt wurden. Feine, durchscheinende Stoffe mit goldenen und silbernen Symbolen versehen und teilweise mit verschieden farbigem, schillerndem Garn bestickt zu einem Schachbrettmuster zusammengefügt.
Welche Frau auch immer diese zarten Kleider-Träume tragen wird, sie wird sich dann einfach nur weiblich, anziehend, schön fühlen.

17.-Wochentipp_2-modells rahmen

Es ist immer wieder fesselnd mitzuerleben, wie Matthias mit den verankerten Symbolen aus unser aller Unterbewusstsein spielt, um uns hin zu mehr Bewusstwerdung in welcher Form auch immer zu verhelfen.
Er macht spektakuläre Shows und ist selbst ein bescheidener Mensch. Es ist einfach erstaunlich, wie Matthias es immer wieder schafft zwischen den Polaritäten seine Mitte zu finden. Von Phantasie Hand in Hand mit prachtentfaltendem Prunk bis hin zu seiner anderen Seite der Sinnlichkeit, gepaart mit Bodenständigkeit, dieser Spagat ist bei seinen Designer-Teilen, ob Kleidung, Schuhe oder Taschen immer wieder zu spüren. Ehrlichkeit im Schaffen, dies bedingungslos und echt in der Produktion umgesetzt und das schon seit Jahren mit einem in der Verarbeitung hohen Qualitätsanspruch, Durchhaltevermögen und Disziplin zeichnen nicht nur die Queen aus, sondern auch Herrn Maus.

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Meine Lieben, meinen Zeitgeschmack hat Matthias auf jeden Fall getroffen – vielen Dank dafür! Matthias ist ganz sicher kein Heiliger, aber es ist ihm heilig sich seiner Umwelt hinzuwenden, um dieser seine ungeteilte Achtsamkeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Die Menschen mit auf seine Visions-Reisen einzuladen, auf dass sich dann der Einzelne betrachtend von seiner Inszenierung und seiner Mode berühren lassen kann, um dann im weiteren Verlauf selbst zu entscheiden, was gefällt und was nicht.
Ich finde, dass dies eine menschliche wunderbare Art ist mit seinen Mitmenschen in Kontakt zu kommen und zu bleiben, denn das fühlt sich aber sowas von einem sich gegenseitigen  befruchtenden Austauschen, achtsamen miteinander Kommunizieren und lebendig gelebtem GUUUUT in unser aller Leben an.

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Symbolischer Beginn

 

Gehirn, Symbol der Unerschöpflichkeit.
© Manfred Hinrich (1926 – 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

 

 

Die Fortsetzung

Die Sprache der Symbole können wir verlieren –
aber nicht vergessen.
© Peter Ripota deutscher Physiker und PM-Redakteur

 

 

Vergänglichkeit

Symbole dessen, was uns überlebt:
die Liebe, die wir gaben
die Werke, die wir schufen
das Leid, das wir erduldeten.
Unbekannt, Quelle: Text der Peststatue in Salzburg

 

 

Schlussendlich

Das Symbol macht die einer Sache
innewohnenden Gedanken sichtbar.
© Aba Assa (*1974), Essayistin

 

Die symbolkräftigende Wirkung der Symbole:
Ganz einfach so – so einfach lade ich euch jetzt zu einer weiteren kleinen, inspirierenden, erquicklichen Entdeckungstour mit den symbolischen Symbolen ein, denn unser Leben entwickelt sich in vielen prächtigen Grauabstufungen und nicht nur im lupenreinen verführerischen Schwarz-Weiß-Glauben und Sehen …

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Ursymbolik – Das Dreieck

In der traditionellen Deutung werden Dreiecke mit der Spitze nach unten als „Wassersymbole“ gedeutet. Das gleichschenklige Dreieck mit der Spitze nach unten weisend, wird als weibliches Dreieck bezeichnet, da es seine Dynamik nach unten in Richtung Erde freisetzt und die weibliche Geschlechtskraft symbolisiert.

Siehe auch Hinduismus und Tantrismus, wo das nach unten weisende Dreiecks-Symbol die weibliche Genitale, die Yoni, den Mutterschoß symbolisieren.

Die Dreiecke mit der Spitze nach oben sind „Feuersymbole“ s. Flammenrichtung. Das gleichschenklige Dreieck wird als männliches Dreieck bezeichnet, da die Spitze nach oben zeigt und es so seine Dynamik nach oben und nach außen freisetzt. Siehe auch männliche Zeugungskraft. Der griechische Buchstabe Delta mit seiner Dreiecksform gilt bei dem System der Pythagoreer als kosmisches Symbol der Geburt. Das Dogma der göttlichen Einheit der Trinität, der Dreifaltigkeit (Gott Vater, Sohn Jesus Christus und Heiliger Geist), wurde oft in der Kunst als Dreieck-Kompositionsschemata dargestellt. Im Ursprung der Dreiheit wurden in der ägyptischen Göttertriade Osiris, Isis und Horus (Vater, Mutter, Kind) in einem Dreieck stehend dargestellt. Das heißt, dass sie in Beziehung und der Spannung zueinander existieren und stehen.

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Ursymbolik – Das Viereck

Das Quadrat ist durch seine vier Seiten mit der Zahlensymbolik der vier verhaftet und die vier wird dem Weiblichen zugeordnet. Bei den Indianern galt das Viereck als Bild für die Grundstruktur des ganzen Kosmos. Die vier Ecken des Quadrates gelten als Wechsel der Aussicht im Sinne der vier Himmelsrichtungen und deren Symbolik, um das Leben so von einem anderen Blickwinkel aus zu betrachten. In vielen Brett-Spielen, wie Schach, Dame oder Mühle, welche  auf quadratischen Feldern gespielt werden, kommt die vierfache Orientierung des Weltbildes zum Ausdruck. Das Quadrat als Symbol steht für das Ordnungsprinzip, von dem behauptet wird, dass es uns Menschen angeboren sei. Siehe auch die vier Jahreszeiten oder die vier Elemente. Sogar C.G. Jung baute seine Typenlehre auf die Orientierungsfunktionen (Denken, Fühlen, Empfinden, Intuieren / Wahrnehmen auf unbewussten (instinkthaften) Wegen) auf.

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Die Spirale

Sie kann sich von einem festen Punkt her entwickeln oder zusammenrollen und ist als Symbol die Urform allen Lebens. Das Labyrinth ist eine erweiterte Spirale und war in alten Ausführungen als Weg und Reiseplan für die Seele nach dem Tod, welche durch vorherbestimmte Umwege dann den Ort ihrer Bestimmung erreicht. Die Spirale ist ein Symbol für jeden Prozess der Bewusstwerdung schlechthin – einrollen und sich aufrollend entfalten.

Mein bevorzugtes Symbol für die Spirale sind schöne Schneckengehäuse.

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Der Schmetterling

Was für ein schönes Symboltier, das einerseits für Wandlungsfähigkeit und Schönheit, andererseits für die Vergänglichkeit der Freude steht. Die Verwandlung steht hier im Vordergrund. In Japan steht er symbolisch für eine junge Frau und in China für einen verliebten jungen Mann. Der Schmetterling war im alten Volksglauben ein Symbol für die Seele und wurde daher oft auf alten Grabsteinen dargestellt, wo er die Wandlung vom irdischen Dasein hin zum ewigen Licht symbolisierte. Sein griechischer Name Psyche deutet an, dass er – wie der Vogel – ein Seelentier symbolisiert. Ein weißer Schmetterling symbolisiert den Geist eines Verstorbenen. Der Schmetterling ist ein anmutiges Symbol für den, der sich auf dem Weg der persönlichen seelischen Wandlung befindet.

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17.-Wochentipp_Tasche ende

Ich wünsche euch, dass ihr diese Woche nutzt,
wandlungsfähig mit euch selbst und eurer Umwelt
achtsam und aufmerksam umgeht und dieses dann
genussvoll in eurem Leben genießen könnt
herzlichst eure Ute Weiss-Ding

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